Reutte

Bürgerin übergab Protestbrief an Oberer

Reutte – Am Ende einer jeden Gemeinderatssitzung ist es eine inzwischen gewohnte Übung von Reuttes Bürgermeister Alois Oberer, die Zuhörer z...

Reutte –Am Ende einer jeden Gemeinderatssitzung ist es eine inzwischen gewohnte Übung von Reuttes Bürgermeister Alois Oberer, die Zuhörer zu fragen, ob auch sie Stellung nehmen wollen. Maria Stegmann nutzte die Chance und übergab dem Marktchef einen Protestbrief. Für sie ist das Ruftaxi, das nun anstelle des örtlichen Linienbusverkehrs eingeführt wurde, „ein Armutszeugnis für einen Bezirkshauptort“. Für Badegäste sei es sehr wohl möglich, von Füssen ohne Umsteigen bis in die Reuttener Therme zu kommen. Ins Krankenhaus könnten Einheimische hingegen nicht mehr fahren. Touristen würden gegenüber Einheimischen bevorzugt, Ortsteile wie die Arch­bachsiedlung oder Tränke gänzlich im Stich gelassen.

Oberer zeigte Verständnis für die allerdings „wenigen Betroffenen“. Die öffentlichen Busse seien leider über Jahre nicht angenommen worden. Der Preis pro Fahrt sei schon auf zwei Euro reduziert worden. Stegmann forderte die Wiedereinführung eines regelmäßigen Busverkehrs etwa ins Krankenhaus und entgegnete: „Alles ist einfach, wenn man will.“ Es könne nicht sein, dass Personen von auswärts, die Angehörige in Krankenhaus oder Pflegeheim besuchen, ein Taxi anfordern müssten.

REA-Geschäftsführer GR Günter Salchner, der sich mit dem Thema beruflich befasste, erläuterte, dass die Fahrgastfrequenz auf einigen Linien nur bei ein bis zwei Personen pro Tag gelegen habe. Völlig neue Ideen seien notwendig, „denn wer nur den Hammer als Werkzeug kennt, für den schaut jedes Problem wie ein Nagel aus“. Oberer erklärte, dass Taxigutscheine seitens der Gemeinde gerade geprüft würden. „Wir überlegen, einen Zuschuss zu geben.“ (hm)

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