Dem Milliardär Trump fehlt das Geld
Washington – Im konservativen Lager in den USA wächst das Unbehagen gegenüber dem eigenen designierten Präsidentschaftskandidaten Donald Tru...
Washington –Im konservativen Lager in den USA wächst das Unbehagen gegenüber dem eigenen designierten Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Es geht nicht mehr allein um Trumps umstrittene Äußerungen und Positionen, sondern zunehmend auch um seine organisatorischen Schwächen.
Der Immobilien-Milliardär Trump hat sich im Vorwahlkampf vor allem selbst finanziert und dies als Ausweis seiner Unabhängigkeit verkauft. Zudem benötigte er weniger Geld als die Konkurrenz, weil ihn seine Ansagen zum Fixstarter jeder Nachrichtensendung machten. Doch für das Rennen gegen die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, reicht dies möglicherweise nicht aus, warnen Insider.
2012 haben die Präsidentschaftskandidaten jeweils über eine Milliarde Dollar eingesetzt. Für diese Summe braucht es eine breit angelegte Organisation, die über Monate Kontakte knüpft und Spenden eintreibt – von Kleinspendern bis zu Milliardären. Doch Trump hat bisher keine entsprechende Infrastruktur. Erschwerend kommt hinzu, dass viele konservative Politik-Financiers Trump nicht mögen; einige hat er sogar öffentlich beleidigt. Auch manche Firmen haben sich schon abgewendet, zuletzt Apple.
Clintons Wahlkampfkasse ist derzeit wesentlich besser gefüllt, und sie hat bereits mit einer Anzeigenkampagne gegen Trump in den heftig umkämpften Swing States begonnen. Es geht darum, möglichst frühzeitig den Gegner zu definieren und bestimmte Assoziationen in den Köpfen der Wähler festzusetzen, die der Gegner später kaum noch verändern kann. (floo)