Tourismus - 2016 buchen die Urlauber in letzter Minute
Wien (APA) - Heuer haben viele Österreicher bei der Wahl ihres Sommerurlaubsziels angesichts der turbulenten geopolitischen Lage und des Flü...
Wien (APA) - Heuer haben viele Österreicher bei der Wahl ihres Sommerurlaubsziels angesichts der turbulenten geopolitischen Lage und des Flüchtlingszustroms nach Europa lange zugewartet. 2016 dürfte zu dem Last-Minute-Urlaubsjahr schlechthin werden, schätzt die Restplatzbörse. „Nach einem schwierigen Start in das Jahr sehen wir nun vermehrte Buchungen“, so Unternehmenschef Helmut Schönbacher am Montag.
Seit Anfang Juni sehe der auf Last-Minute-Reisen spezialisierte Anbieter „Umsätze, die weit über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegen“.
Wegen der politischen Situation in einigen der bisher beliebtesten Urlaubsregionen der Österreicher zeige sich aber „eine klare Verlagerung der Buchungen“: Wie auch verschiedene Reiseveranstalter bereits berichteten profitieren von der Abkehr von der Türkei, Ägypten oder Tunesien Regionen in Griechenland sowie Spanien und Kroatien, aber auch Italien.
„Gerade auf der beliebtesten Insel Mallorca wird heuer eine absolute Rekordsaison erwartet“, berichtete Schönbacher. Gebiete wie Hurghada in Ägypten und die türkische Riviera versuchen nun, Urlauber mit „extrem günstigen Angeboten“, also niedrigen Preisen, zu locken.
In Griechenland besonders stark nachgefragt werden bei der Restplatzbörse die Inseln Kreta und Rhodos, die den Angaben zufolge einen Großteil des Griechenland-Umsatzes auf sich vereinen. Bei den Top-10-Regionen, welche die Österreicher heuer bei dem Reiseunternehmen gebucht haben, seien auch die griechischen Inseln Kos, Korfu, Santorin und Zakynthos vertreten. Die Rangliste führe aber Mallorca an.