Fußball-EM: Schlechter Rasen 2 - Streit um Verantwortung
Lille/Nizza (APA/Reuters) - Der Streit um den schlechten Rasen in den EM-Stadien ist um eine Facette reicher. Am Montag wehrte sich die „Fra...
Lille/Nizza (APA/Reuters) - Der Streit um den schlechten Rasen in den EM-Stadien ist um eine Facette reicher. Am Montag wehrte sich die „Französische Rasen-Vereinigung“ (SFG) gegen Vorwürfe durch den europäischen Fußballverband (UEFA), der zuletzt den Zustand der Spielflächen in den Stadien kritisierte. „Die Organisatoren wollen sich reinwaschen, indem sie unsere Profis diskreditieren“, so die SFG in einem Statement.
„Wir wissen, dass unsere Experten von der UEFA von allen wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen und deren Ratschläge ignoriert wurden“, rechtfertigte sich die SFG. Zudem sei es bemerkenswert, dass die Rasenflächen in den Arenen zum Saisonende der französischen Meisterschaft in „ausgezeichnetem Zustand“ gewesen seien.
Laut der SFG ist die Sache klar. Verantwortlich sei einzig der UEFA-Beauftragte Richard Hayden, der entgegen der Ratschläge der französischen Greenkeeper einen nicht kompatiblen Rasen einer niederösterreichischen Firma verlegen ließ. „Nur die Stadien in Marseille, Lille und Nizza (wo der Import-Rasen zum Einsatz kam) sind betroffen. Da muss es einen Zusammenhang geben“, so das SFG-Statement weiter.
Die betreffende Firma Richter hatte zuvor erklärt, nur für die Lieferung, nicht jedoch für das Verlegen bzw. die Pflege des Rasens verantwortlich zu sein. Und da sei der Rasen noch in einem „Top-Zustand“ gewesen.