Brexit - Briten-Votum treibt auch Japans Notenbank um

Tokio (APA/Reuters) - Japans Notenbank blickt mit Sorge auf globale Risiken wie das britische Votum über einen EU-Austritt. Die Währungshüte...

Tokio (APA/Reuters) - Japans Notenbank blickt mit Sorge auf globale Risiken wie das britische Votum über einen EU-Austritt. Die Währungshüter wollen entsprechende Gefahren für die japanische Wirtschaft im Blick behalten und ihre Geldpolitik bei Bedarf ohne Zögern lockern, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung von Ende April hervorgeht.

Sie hatten damals ein Hilfsprogramm über umgerechnet 2,4 Milliarden Euro für Banken aufgelegt, um den Wiederaufbau in Erdbebengebieten im Süden des Landes zu unterstützen. Die geldpolitischen Schleusen öffneten sie jedoch nicht weiter.

Auch auf der Juni-Sitzung verzichteten sie auf weitere Konjunkturspritzen für die lahmende Wirtschaft. Notenbankchef Haruhiko Kuroda setzt darauf, dass sie durch die von der Notenbank ausgelösten Geldschwemme nach und nach an Fahrt gewinnt. Als Störfeuer von außen gilt neben den Folgen eines britischen EU-Austritts für das Finanzsystem auch die Abkühlung der Konjunktur in China sowie die Konsequenzen einer von der US-Notenbank ins Auge gefassten Zinserhöhung.

Vor dem am Donnerstag anstehenden Briten-Referendum steht Kuroda nach eigenen Worten in engem Kontakt mit den Währungshütern in London. Er kündigte jüngst an, er werde die Auswirkungen des Votums auf die Anleihenmärkte und die globalen Finanzmärkte genau beobachten - einschließlich der Folgen für Japan.