Copa America

Messis Mannen führen die USA im Copa-Halbfinale vor

Gonzalo Higuain traf gegen die USA zweimal für Argentinien.
© Kevin Jairaj/USA Today Sports

Das US-Fußballteam war gegen Argentinien klar unterlegen. Bereits in der dritten Minute gingen die Titelverteidiger in Führung.

Houston - Als die Fußball-Lehrstunde vorbei war, ging Jürgen Klinsmann mit einem Lächeln auf Lionel Messi zu, gratulierte ihmund wechselte mitArgentiniens Superstar ein paar Worte. Der Trainer der US-Nationalmannschaft zeigte sich am Dienstag (Ortszeit) in Houston als fairer Verlierer. Eine andere Rolle blieb ihm nach dem 0:4gegen Argentinien im Halbfinale der Copa America Centenario auch nicht übrig.

Zwar hatte der Schwabe im Vorfeld noch getönt, dass er keinen Grund kenne, warum sein Team nicht die Copa America gewinnen könne und man die Argentiniernicht größer machen solle, als sie seien. Die 90-minütige Lektion des WM-Zweiten hat jedoch gezeigt, dass zwischen Klinsmanns Anspruch und der Wirklichkeit Welten liegen.

„Wir werden von diesen Spielen lernen, sind dankbar, dass wir an dieser Copa America teilnehmen dürfen“, gab sich der 51-Jährige auf der Pressekonferenz demütig. Man habe es unter die letzten Viergeschafft. Und es werde immer einen Schritt nach hinten geben und dann wieder zwei nach vorne, meinte Klinsmann nach der höchsten Niederlage eines US-Teams bei der Copa America.

Die Amerikaner hoffen nun am Samstag imSpiel um Platz drei auf einen versöhnlichen Abschluss. Argentinien hingegen steht wie im Vorjahr im Finale. Der Gegner am Sonntag in East Rutherford, New Jersey wird zwischen Titelverteidiger Chile und Kolumbien ermittelt.

Ezequiel Lavezzi (3.), Messi (32.) und zweimal Gonzalo Higuain (50., 86.) machten mit ihren Treffern die Überlegenheit des WM-Zweiten Argentinien im mit 70 858 Zuschauern ausverkauften NRG Stadium deutlich. Vor allem das frühe Tor von Lavezzi nach Vorarbeit des wieder einmal überragenden Messi brachte die Gastgeber komplett aus dem Konzept.

Durch sein 55. Länderspieltor zog Messi an Gabriel Batistuta vorbei und ist nun Argentiniens Rekordtorschütze. „Jeder verdient diesen Rekord, all meine Mitspieler der vergangenen Jahre haben ihren Anteil daran“, betonte Messi.

Die einzige Schrecksekunde für das Team von Trainer Gerardo Martino gab es in der 63. Minute, als Lavezzi bei der Annahme eines hohen Balles rückwärts über die hinter ihm aufgestellte Werbebande fiel, minutenlang liegenblieb und nicht mehr weiterspielen konnte. Am Jubel der Argentinier änderte das nichts. (dpa)