Brexit - Doskozil: Brexit würde EU-Sicherheitspolitik noch schwächen
Brüssel/Wien (APA) - Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat einen Tag vor dem britischen EU-Referendum vor den Folgen eines Bre...
Brüssel/Wien (APA) - Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat einen Tag vor dem britischen EU-Referendum vor den Folgen eines Brexit gewarnt. „Ein Austritt des Vereinigten Königreichs wäre für die Ambitionen einer eigenständigen, unabhängigen und gewichtigen EU-Sicherheitspolitik jedenfalls ein bedeutender Rückschritt“, sagte Doskozil in einer Stellungnahme gegenüber der APA.
„Das Abhalten eines Referendums ist zu respektieren und das Ergebnis ist selbstverständlich auch zu akzeptieren“, hielt Doskozil im Vorfeld der Abstimmung fest. „Ein Brexit würde jedoch die ohnehin nicht besonders stark ausgeprägte EU-Sicherheitspolitik weiter marginalisieren“, analysierte der Minister. „Die EU ist derzeit weit weg davon, sicherheitspolitisch ein Global Player zu sein.“
„Obwohl sich die britische Sicherheitspolitik wesentlich auf die transatlantischen Beziehungen stützt, beteiligt sich das Vereinigte Königreich an EU-Operationen und auch an der EU Battle Group. Ein Austritt würde daher einen Verlust von britischen Experten im Auswärtigen Dienst, im Militärstab der EU und in den Hauptquartieren der EU-Operationen bedeuten. Die britische Armee ist sehr erfahren, daher wäre dieser Verlust auch ein erheblicher Qualitätsverlust für die EU-Verteidigungspolitik“, so Doskozil.