Hoteliervereinigung will besseres Klima für Investitionen

Wien (APA) - Die heimische Wirtschaft braucht laut Österreichischer Hoteliervereinigung dringend einen Investitionsschub. Ein entsprechend f...

Wien (APA) - Die heimische Wirtschaft braucht laut Österreichischer Hoteliervereinigung dringend einen Investitionsschub. Ein entsprechend freundliches Steuersystem könnte dabei helfen. „Das Steuermodell, das wir jetzt haben, wird den Standort Österreich nicht retten“, sagte ÖHV-Vizepräsident Gregor Hoch am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

Für Unternehmer seien etwa die Abschreibungszeiträume für Immobilieninvestitionen derzeit viel zu lang. Die Hoteliervereinigung wünscht sich hier eine Verkürzung von 40 auf 25 Jahre. „Wir schlagen für Immobilien Abschreibungsraten von 4 Prozent über einen Zeitraum von 25 Jahre vor und für kürzerfristige Investitionen ein Modell der vorzeitigen Abschreibung, das eine gestaffelte Abschreibung des Investitionswerts in den ersten drei Jahren von in Summe 50 bis 60 Prozent vorsieht“, so Hoch.

Weiters soll die Obergrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von derzeit 400 auf 4.000 Euro massiv erhöht werden. „Diese Anpassung würde der Wirklichkeit Rechnung tragen, denn was bekommt man heutzutage noch um 400 Euro“, meinte der Branchensprecher der heimischen Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie.

In Österreich ließen die Investitionen seit einigen Jahren aus, so die Hoteliervereinigung unter Berufung auf diverse Konjunkturanalysen. Allein zwischen 2000 und 2014 seien die Bruttoinvestitionen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt von 26 auf 22,7 Prozent zurückgegangen, netto hätten sie sich von knapp 10 Prozent auf 4,8 Prozent halbiert. Die Hotellerie investiert hierzulande laut ÖHV jedes Jahr rund 1 Mrd. Euro.