Hypo-Prozess - Zagorec-Projekte bis zur Belehnungsgrenze belastet
Klagenfurt (APA) - Die an die liechtensteinischen Gesellschaften des kroatischen Ex-Generals Vladimir Zagorec ausbezahlten Hypo-Kredite sind...
Klagenfurt (APA) - Die an die liechtensteinischen Gesellschaften des kroatischen Ex-Generals Vladimir Zagorec ausbezahlten Hypo-Kredite sind nicht zur Gänze für die Projekte verwendet worden. Das erzählte ein Ex-Manager der Hypo Liechtenstein am Landesgericht Klagenfurt Mittwochnachmittag im Hypo-Prozess um kroatische Grundstücksgeschäfte in den Jahren 2004 bis 2006. Es sei aber alles transparent gewesen.
Der ehemalige Manager der Hypo Liechtenstein erklärte, die Zagorec-Projekte seien bis zur maximalen Belehnungsgrenze belastet worden. Die Kredite seien dann ausgezahlt, aber nicht zur Gänze verwendet worden, ein Teil sei auf den Konten zurückgeblieben, erklärte er. Gewinne seien vor der Realisierung vorzeitig abgeschöpft worden.
Es sei aber alles transparent gewesen, da das Geld ja vorhanden gewesen sei und man nicht gewusst habe, ob es noch für Projekte verwendet würde, führte er aus. Daher habe man auch keinen Handlungsbedarf gesehen. Neben dem Ex-General müssen sich Ex-Hypo-Vorstand Günter Striedinger und zwei weitere Angeklagte wegen Untreue verantworten.
Weiters sagte der Zeuge, rund 20 Anstalten und Gesellschaften mit Zagorec als wirtschaftlich Berechtigtem seien in Liechtenstein gegründet worden. Auf all diesen Konten sei aber nichts Außergewöhnliches vorgefallen, das es nicht auch bei anderen Gesellschaften gegeben habe.
Übereinstimmend waren die Aussagen der beiden Liechtensteiner Zeugen und auch schon zuvor des angeklagten Liechtensteiner Anwalts in seiner Einvernahme bezüglich der „Bartransaktionen“ innerhalb der Stiftungen. Dabei habe es sich um keine Barbezüge, sondern „Barüberweisungen“ gehandelt, erklärte der Ex-Hypo-Banker. Es sei ein üblicher Vorgang gewesen, bei dem Summen von einem Konto auf das andere Konto transferiert worden seien, ohne dass der Empfänger habe feststellen können, woher das Geld kam, ergänzte er. „Unbare Bartransaktionen“ seien üblich in Liechtenstein.
Die Hauptverhandlung wurde auf Donnerstag vertagt.
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