US-Börsen im Verlauf moderat in der Verlustzone

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich am Mittwoch im Handelsverlauf moderat in der Verlustzone gezeigt. Vor dem morgigen Brexit-Referend...

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich am Mittwoch im Handelsverlauf moderat in der Verlustzone gezeigt. Vor dem morgigen Brexit-Referendum halten sich die Anleger mit Engagements zurück, hieß es von Marktteilnehmern. Gegen 19.15 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Abschlag von 48,88 Zählern oder 0,27 Prozent bei 17.780,85 Punkten.

Der S&P-500 Index lag 2,75 Punkte oder 0,13 Prozent im Minus bei 2.086,15 Zähler. Der Nasdaq Composite Index sank um 8,68 Zähler oder 0,18 Prozent auf 4.835,09 Einheiten.

Die am Donnerstag anstehende Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union (EU) wird an den Märkten mit Hochspannung erwartet. Dementsprechend gebe es im Vorfeld zum Ergebnis des Referendums kaum Bewegung zu sehen, die Umsätze blieben gering, kommentierten Börsianer.

Zuletzt habe zwar der Optimismus wieder überhand gewonnen, nachdem Umfragen und Buchmacherquoten den EU-Befürwortern wieder Auftrieb bescheinigt hatten, hieß es. Die Anleger dürften sich aber dennoch nicht zu weit aus der Deckung wagen wollen. Indessen brachte die gestrige Anhörung der US-Notenbankchefin Janet Yellen keine Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung.

Daten kamen zur Wochenmitte vom US-Häusermarkt. Der Anstieg der Häuserpreise hat sich im April weniger stark fortgesetzt als erwartet. Zum Vormonat sei das Preisniveau um 0,2 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) mit. Dagegen stieg der US-Eigenheimabsatz im Mai um 1,8 Prozent und damit auf ein Neun-Jahres-Hoch.

Auf Unternehmensseite rückte Tesla mit einem milliardenschweren Übernahmeangebot für die Solarfirma SolarCity in den Fokus. Das Unternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk bietet zwischen 26,50 und 28,50 US-Dollar pro SolarCity-Aktie. Tesla will in eigenen Aktien bezahlen. Für SolarCity-Titel ging es um 5,24 Prozent auf 22,30 Dollar nach oben, während Tesla Federn lassen mussten und um 8,55 Prozent absackten.

Analysten zeigten sich ob des Deals jedoch skeptisch. Die Transaktion würde die Anteile der Tesla-Aktionäre verwässern, den Barmittelfluss verschlechtern und die Schuldenlast erhöhen, monierte der Marktanalyst Jasper Lawler von CMC Markets. Dies alles seien Bedrohungen für das langfristige Überleben des Unternehmens, das sich gerade an einer schnellen Expansion in den Massenmarkt versuche.

Nach Vorlage von Zahlen verloren FedEx 4,34 Prozent. Der Deutsche-Post-Rivale überraschte mit dem bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) für das abgelaufene Quartal positiv. Hohe Sonderposten belasten aber weiterhin. Zudem wagte der Konzern wegen der Übernahme des Konkurrenten TNT Express keine EPS-Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Bei der Fastfood-Kette McDonald‘s sorgte indessen ein negativer Analystenkommentar für ein Minus von 1,76 Prozent. Das japanische Analysehaus Nomura strich wegen der eingetrübten Umsatzentwicklung in den US-Burgerfilialen seine Kaufempfehlung für die Aktie. Zudem senkte Analyst Mark Kalinowski seine Erlösprognosen für das US-Geschäft im zweiten Quartal.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA583 2016-06-22/19:21