Viermal lebenslange Haft wegen Ermordung von jüdischem Siedlerpaar
Jerusalem (APA/AFP) - Im Prozess gegen vier palästinensische Hamas-Aktivisten wegen der Ermordung eines jüdischen Siedlerpaars hat ein israe...
Jerusalem (APA/AFP) - Im Prozess gegen vier palästinensische Hamas-Aktivisten wegen der Ermordung eines jüdischen Siedlerpaars hat ein israelisches Militärgericht die Angeklagten am Mittwoch zu lebenslanger Haft verurteilt. In einer Armeemitteilung hieß es, die vier Mitglieder der islamistischen Bewegung hätten das Paar ursprünglich verschleppen wollen.
Als dies gescheitert sei, hätten sie Eitam und Naama Henkin vor den Augen ihrer vier Kinder erschossen. Der Mord hatte Israel schockiert.
Die Tat ereignete sich am 1. Oktober 2015 zwischen den Siedlungen Itamar und Elon Moreh, als die Familie mit dem Auto im israelisch besetzten Westjordanland unterwegs war. Die vier Kinder im Alter von vier Monaten bis neun Jahren überlebten den Anschlag unverletzt auf dem Rücksitz. Kurz nach der Tat gab Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schärfere Maßnahmen gegen palästinensische Angreifer bekannt. Dazu gehört eine beschleunigte Zerstörung ihrer Häuser.
Die Häuser der vier am Mittwoch verurteilten Palästinenser waren im November demoliert worden. Im Mai zerstörten israelische Soldaten in Nablus im Westjordanland zudem das Haus eines Palästinensers, der den Ort des Anschlags auf das Siedlerpaar ausgekundschaftet haben soll. Er und zwei weitere der Beteiligung an dem Anschlag angeklagte Palästinenser warten noch auf ihr Urteil.