Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend höher

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag mehrheitlich im Plus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 172,63 ...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag mehrheitlich im Plus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 172,63 Zähler oder 1,07 Prozent auf 16.238,35 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann 73,22 Zähler (plus 0,35 Prozent) auf 20.868,34 Einheiten dazu. Der Shanghai Composite verlor hingegen 13,59 Punkte oder 0,47 Prozent auf 2.891,96 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich höher. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 26.848,36 Zählern mit plus 82,71 Punkten oder 0,31 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 9,1 Zähler oder 0,17 Prozent auf 5.358,60 Einheiten.

Somit widersetzten sich die asiatischen Handelsplätze weitgehend den Vorgaben von der New Yorker Börse, die am Vorabend etwas tiefer geschlossen hatte. Die Sorgen rund um einen möglichen „Brexit“ nach dem heutigen EU-Referendum in Großbritannien scheinen sich bereits am Tag des Referendums verflüchtigt zu haben, konstatieren Marktbeobachter. „Die Märkte haben nahezu gänzlich einen Verbleib der Briten eingepreist, weshalb die Volatilität heute weit geringer bleiben sollte, als zuvor angenommen“, erläutert ein Analyst auf CNBC.

Schlechte Nachrichten kamen unterdessen von der japanischen Industrie, die auch im Juni nicht so recht Fahrt aufnehmen will. Gemäß dem vorläufigen Markit/Nikkei-Einkaufsmanagerindex schrumpft sie den fünften Monat in Folge, wenngleich nicht so stark wie zuletzt.

In Sydney präsentierten sich insbesondere Rohstoffwerte gut gesucht. Die Anteilsscheine von großen Bergbaukonzernen legten deutlich zu, darunter Rio Tinto (plus 2,09 Prozent) und Fortescue (plus 5,67 Prozent).

Unter den Einzelwerten in Tokio rückten Sharp in den Mittelpunkt, die Aktien des Elektrokonzerns legten um 6,40 Prozent auf 133,00 Yen zu. Börsianer verwiesen auf einen Bericht der Wirtschaftszeitung „Nikkei“, dem zufolge Foxconn - der neue kontrollierende Eigentümer von Sharp - künftig einige teure Unterfangen einstellen werde. Zudem werde der Konzern schon im kommenden Jahr Produkte mit organischer Leuchtdiode (OLED) ausliefern.