Fehlende Bankverbindungen größtes Problem bei Geschäften mit Iran
Frankfurt/Teheran (APA/AFP) - Unternehmen sind nach Ansicht des deutschen Verbands der Maschinenbauer (VDMA) noch weit entfernt von einem ec...
Frankfurt/Teheran (APA/AFP) - Unternehmen sind nach Ansicht des deutschen Verbands der Maschinenbauer (VDMA) noch weit entfernt von einem echten Handelszugang in den Iran. Das größte Problem seien fehlende Bankverbindungen, teilte der VDMA am Donnerstag mit.
Zwar werden Iran-Geschäfte in Deutschland - wie auch in Österreich - wieder mit Exportgarantien des Bundes abgesichert, doch die Unternehmen könnten diese Deckung de facto nicht nutzen, wenn die Banken die Geschäfte nicht begleiteten.
Derzeit seien noch viel zu wenige Finanzinstitute im Zahlungsverkehr mit dem Iran aktiv, erklärte der VDMA. Und dort, wo der Zahlungsverkehr ermöglicht wird, gebe es „eine zweifelhafte Praxis beim Thema Geldwäsche-Bekämpfung“. Die Geldinstitute verlangten unrealistische Zusagen, die die Unternehmen nicht erfüllen könnten.
Iran hatte am Montag seine Außenstände bei den deutschen Deckungen beglichen. Damit können Unternehmen wieder neue Bürgschaften nutzen. Mit ihnen sichert die Regierung in Berlin die Zahlungsansprüche deutscher Unternehmen im Ausland ab. Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hatte daraufhin an die Kreditinstitute appelliert, nun die Finanzierung von Irangeschäften wieder zu ermöglichen.