Spanien-Wahl - Die vier wichtigsten Parteien

Madrid (APA/dpa) - Konservative und Sozialisten dominierten in Spanien lange Zeit die politische Szene. Dies änderte sich bei der Wahl am 20...

Madrid (APA/dpa) - Konservative und Sozialisten dominierten in Spanien lange Zeit die politische Szene. Dies änderte sich bei der Wahl am 20. Dezember 2015. Seither ringen vier Parteien um die Macht.

VOLKSPARTEI (PP): Die Konservativen von Ministerpräsident Mariano Rajoy errangen 2011 das beste Ergebnis ihrer Parteigeschichte. Sie regierten Spanien vier Jahre mit absoluter Mehrheit, erlitten bei der Wahl vor sechs Monaten aber drastische Einbußen. Als Ursachen gelten die drastischen Sparmaßnahmen der Rajoy-Regierung und die vielen Korruptionsskandale, die die Partei erschütterten.

SOZIALISTISCHE ARBEITERPARTEI (PSOE): Die Sozialisten konnten aus den Problemen der Konservativen keinen Nutzen ziehen. Sie befinden sich in der Wählergunst seit 2010 praktisch im freien Fall. Bei der Dezember-Wahl erzielte die PSOE ihr schlechtestes Ergebnis in der jüngeren Geschichte und war der große Verlierer. Ihr Parteichef Pedro Sanchez konnte bisher keinen Umschwung einleiten.

PODEMOS (Wir können): Die neue Linkspartei erlebte nach ihrer Gründung vor gut zwei Jahren einen spektakulären Aufstieg. Bei der Wahl im Dezember gewann sie allerdings nicht so viele Sitze wie erwartet. Für die Wahl am Sonntag schloss die Partei, die aus der Protestbewegung der „Empörten“ hervorgegangen war, ein Bündnis mit der - von den Kommunisten dominierten - Vereinten Linken (IU).

CIUDADANOS (Bürger): Die liberale Partei des Anwalts Albert Rivera ging 2006 aus einer Initiative in Katalonien hervor, die sich gegen die separatistischen Tendenzen in der Region zur Wehr gesetzt hatte. 2014 dehnte sie ihre Aktivitäten auf ganz Spanien aus. Die Partei mit dem Kürzel C‘s versteht sich als sozialliberal und möchte eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung spielen.