Das chillt, das rockt, das sitzt
Das Herbert Pixner Projekt präsentierte in Imst sein neues Album. Ein Ereignis.
Imst –„Summer“, so heißt das neue Album, welches das Herbert Pixner Projekt Donnerstag beim Open Air des Art Club Imst präsentierte. Der Stadtpark bot die ideale Kulisse. Das Wetter verausgabte sich bis zum Äußersten, um sein Schärflein zur Bewerbung von „Summer“ beizutragen. Es war eine dieser lauen Nächte, in denen der Sommer an den Häuserfassaden klebt. Beste Bedingungen also für die erfolgreiche Formation aus Südtirol.
Das Quartett – bestehend aus Werner Unterlercher (Kontrabass), Heidi Pixner (Tiroler Volksharfe), Manuel Randi (Gitarren, Klarinette) sowie Capo Herbert Pixner – hat in den vergangenen Jahren bei über 1000 Konzerten gezeigt, dass die Latte in Sachen Crossover von Volksmusik hin zu einer Vielzahl anderer Stile extrem hoch liegt. Die Spielfreude, die Musikalität, sowie die Lust an Grenzüberschreitung und Improvisation machen die Auftritte der Musiker zum Erlebnis. Unterschiedliche Stile und Rhythmen – ob Tango oder Landler, Gipsy oder Rock werden gemixt. Gegensätze, die auf keine Kuhhaut passen, würde man meinen. Doch das Ganze fügt sich ineinander, wie das Yin und das Yang.
Jedes Lied erzählt eine Geschichte. Manche Stücke haben eine solche Plastizität, dass man sich an die große Tradition italienischer Filmmusik erinnert fühlt. Je nach Stück sitzen die Zuseher tiefenentspannt im Gras oder wippen heftig mit. Wer das Herbert Pixner Projekt erleben will, hat dazu auch in Kufstein Gelegenheit. (pla)