Wiener Schanigärten - Wirtschaftskammer mit zurückhaltender Freude
Wien (APA) - Die von Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) am Freitag angekündigte ganzjährige Öffnung von Wiener Schanigärten ist nur ...
Wien (APA) - Die von Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) am Freitag angekündigte ganzjährige Öffnung von Wiener Schanigärten ist nur verhalten auf Freude gestoßen. So begrüßt die Wirtschaftskammer zwar das „grundsätzliche Bekenntnis der Stadt“, fügte aber hinzu, dass die Verhandlungen aber „längst“ noch nicht abgeschlossen seien. Auch City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) setzt auf weitere Gespräche.
Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, zeigte sich in einer Aussendung erfreut über die grundsätzliche Zusage zur ganzjährigen Schanigarten-Öffnung, handle es sich dabei doch um eine langjährige Forderung der Wiener Wirtschaftskammer. Aber: Die heute erfolgte Veröffentlichung von konkreten Varianten sorgte aber in der Kammer für „Verwunderung“, wie es hieß: „Bezüglich der Details sind wir in intensivem Dialog mit der Stadt. Wir setzen alles daran, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für unsere Gastronomen und Kaffeesieder zu erreichen.“
Nicht ganz glücklich mit der vorgeschlagenen Lösung zeigte sich City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP), der sich in der Vergangenheit mehrmals gegen ganzjährig geöffnete Schanigärten aussprach. „Diese Position wurde auch in Gesprächen mit Wirtschaftstreibenden, Bürgerinitiativen und etlichen Bewohnerinnen und Bewohnern bestätigt. Die Position des Bezirks als direkter Vertreter der Bewohnerinnen und Bewohner werde ich in den Gesprächen der Stadt auch weiter einbringen“, kündigte er an. Der City-Chef forderte ein flächendeckendes Bewirtschaftungskonzept.
ÖVP-Landesparteichef Gernot Blümel begrüßte zwar „die angestrebte Liberalisierung und Bewegung der Stadt Wien“, ermahnte aber, dass es zu keiner weiteren Bürokratisierung kommen dürfe.
Uneingeschränkt zufrieden mit dem Brauner‘schen Vorschlag zeigte sich hingegen der grüne Koalitionspartner. „Das ist ein guter Tag für die Lebensqualität in der Stadt, für die Belebung der Stadt und natürlich auch für die Gastwirtschaft in Wien“, freute sich Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou in einer Aussendung. Die Regelung entspreche im Großen und Ganzen dem, was sie vorgeschlagen habe. Auch die geplante Klimaschutzabgabe für elektrische Heizgeräte begrüßte sie darin.