Brexit - IWF ruft Großbritannien und EU zu „sanftem Übergang“ auf

Washington (APA/AFP) - Nach dem Ja der Briten für einen Ausstieg aus der EU hat der Internationale Währungsfonds (IWF) London und Brüssel zu...

Washington (APA/AFP) - Nach dem Ja der Briten für einen Ausstieg aus der EU hat der Internationale Währungsfonds (IWF) London und Brüssel zu einem „sanften Übergang“ aufgerufen. „Wir appellieren an Großbritannien und Europa zusammenzuarbeiten, um einen sanften Übergang zu neuen wirtschaftlichen Beziehungen zu ermöglichen“, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Freitag.

Dazu gehöre, die Bedingungen klarzustellen und die Ziele zu benennen, die den Verhandlungsprozess leiten würden.

Lagarde lobte die Zusicherungen der britischen und der europäischen Zentralbank, dem Bankensektor genügend Geld zur Verfügung zu stellen und so Marktschwankungen zu glätten. Der IWF werde die Entwicklung genau beobachten und stehe bereit, seinen Mitgliedern zu helfen, wenn dies nötig sei.

Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) warnten nach einer Telefonkonferenz, das Brexit-Votum könne „negative Folgen“ für die wirtschaftliche und die Finanzstabilität haben. Die Zentralbanken der G-7-Staaten hätten Schritte unternommen, ausreichende Liquidität zu sichern und das Funktionieren der Märkte zu gewährleisten. Die Notenbanken stünden bereit, zu diesem Zweck ihre bewährten Instrumente anzuwenden.

~ WEB http://www.imf.org ~ APA548 2016-06-24/15:38