Brexit - Pariser Außenminister: Nach Votum keine „Flucht nach vorne“

Paris (APA/dpa) - Nach dem Brexit-Votum wollen Paris und Berlin die EU nach Angaben von Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault effizien...

Paris (APA/dpa) - Nach dem Brexit-Votum wollen Paris und Berlin die EU nach Angaben von Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault effizienter machen. Bei den Vorschlägen, die den anderen EU-Staaten vorgelegt werden sollen, gehe es aber nicht um „eine institutionelle Flucht nach vorne“, sagte Ayrault am Freitag der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Es sei wichtig, konkrete Lösungen für ein besseres Funktionieren der EU zu finden. Es gehe aber nicht darum, noch mehr Souveränität nach Brüssel zu übertragen. „Wenn man sich auf dieses Terrain begibt, riskiert man, alle zu blockieren“, warnte der Franzose.

Er habe in den vergangenen Monaten mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) an diesem Thema gearbeitet, die Ergebnisse sollten nun Präsident Francois Hollande und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Verfügung gestellt werden. Merkel und Hollande kommen am Montag in Berlin zusammen, um über die Folgen des Brexit-Referendums zu beraten.

Bereits am Samstag treffen sich die Außenminister der sechs EU-Gründerstaaten in Berlin. Hollande hatte am Freitag ein europäisches „Aufbäumen“ nach der Briten-Entscheidung gefordert und betont, Europa dürfe nun nicht weitermachen wie bisher.