IHS-Studie: An Staatsholding ÖBIB hängen 100.000 Jobs
ÖBIB-Chefin Martha Oberndorfer präsentierte eine positive Zwischenbilanz der Beteiligungsverwalterin der Republik nach ihrer Umwandlung.
Wien – Im März 2015 ist aus der Staatsholding ÖIAG die nunmehrige ÖBIB geworden - und Martha Oberndorfer ist seit etwas mehr als einem Jahr die Chefin der Beteiligungsverwalterin der Republik. Die wichtigsten Beteiligungen hat der Staat an der OMV, der Telekom Austria und der Post. Am Freitag ist untermauert mit einer IHS-Studie eine positive Zwischenbilanz nach der Neuorganisation gezogen worden.
Mit einer IHS-Studie untermauert die vor einem Jahr neu aufgestellte Staatsholding ÖBIB (vormals ÖIAG) die volkswirtschaftliche Bedeutung ihrer Beteiligungsunternehmen OMV, Telekom Austria, Post und Casinos Austria. Die Wirtschaftsforscher errechneten eine Bruttowertschöpfung der Unternehmen direkt und ihrer Zulieferer von knapp acht Milliarden Euro. Das sind 2,6 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Österreichs. Insgesamt sichern die ÖBIB und ihre Beteiligungen aktuell rund 102.800 Jobs, das entspricht 2,5 Prozent aller Jobs im Inland. An Steuern und Abgaben fließen rund 5 Milliarden Euro in die Staatskasse (3,4 Prozent aller Abgaben).
ÖBIB-Chefin zeigt sich zufrieden
„Ziel der Umwandlung von der ÖIAG in die ÖBIB war es, eine Gesellschaft zu formen, die sich in erster Linie den Interessen aller österreichischen Steuerzahler verpflichtet fühlt. Sie soll die Beteiligungen des Bundes mit dem Fokus auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung managen“, betont Oberndorfer gegenüber dem Kurier.
Es sei gelungen, den rechtlichen Rahmen mit Leben zu erfüllen und den Nutzen der ÖBIB zu beweisen. Als Beispiele dafür nennt die ÖBIB-Chefin ein umsichtiges Agieren im Bieterwettstreit um die Casinos-Austria-Anteile. Dieser Anteil habe sich um ein Drittel im Wert gesteigert. Auch positiv für die heimische Wirtschaft sei die kürzliche Verlängerung des Syndikatsvertrages mit dem zweiten OMV-Kernaktionär, dem Staatsfonds IPIC aus Abu Dhabi.
Sparkurs: Bürofläche auf ein Drittel reduziert
Oberndorfer fährt zudem einen strikten Sparkurs : „Wir haben den gesetzlichen Auftrag, die Organisation sparsam und schlank zu halten.“ Die Zahl der Mitarbeiter wurde auf zehn Beschäftigte reduziert und alle Dienstverträge wurden neu gefasst. Durch die Übersiedlung in die Wiener Innenstadt wurde die Bürofläche auf ein Drittel reduziert.
Im Eigentum der ÖBIB, deren Eigentümervertreter Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) ist, stehen derzeit als börsennotierte Unternehmen die Österreichische Post mit 52,85 Prozent, die OMV mit 31,5 Prozent und die Telekom Austria mit 28,42 Prozent. Die Beteiligung an der Casinos Austria AG beträgt 33,24 Prozent. (APA, tt.com)