Fußball-EM: Splitter - Polens Verbandspräsident würde gerne spielen

Paris (APA/dpa/Reuters) - Splitter von der Fußball-EM in Frankreich am Samstag:...

Paris (APA/dpa/Reuters) - Splitter von der Fußball-EM in Frankreich am Samstag:

Mit Quizspielen und Tischtennis hat sich die walisische Fußball-Nationalmannschaft in ihrem EM-Quartier vor dem Achtelfinale abgelenkt. „Wir genießen unseren Aufenthalt in Dinard sehr. Wir amüsieren uns und versuchen, eine positive Stimmung zu bewahren“, sagte Wales‘ Ausnahmestürmer Gareth Bale in einem Interview der französischen Sportzeitung „L‘Equipe“, das am Tag der Partie gegen Nordirland am Samstag veröffentlicht wurde. Die Mannschaft verstehe sich untereinander sehr gut und habe unter der Woche besonders intensiv verschiedene Quizspiele gemacht. „Da waren wir richtig heiß drauf“, verriet der Angreifer von Real Madrid.

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Jose Luis Pineda hat Glück im Unglück gehabt. Der Fan der spanischen Nationalmannschaft vergaß seine Eintrittskarten für das in Bordeaux ausgetragene EM-Spiel seines Teams gegen Kroatien zu Hause in Madrid. Nach einem Hilferuf über den Kurznachrichtendienst Twitter reagierte der spanische Verband aber noch rechtzeitig und besorgte dem vergesslichen Spanier drei Tickets für sich und seine zwei Freunde. So konnte sich Pineda freudestrahlend im Stadion fotografieren lassen. Zu feiern hatte er sonst nichts, der Titelverteidiger verlor das abschließende Gruppenspiel ja unglücklich mit 1:2.

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Polens Verbandspräsident Zbigniew Boniek, einer der größten polnischen Fußballstars der späten 70er-Jahre, wünschte sich vor dem EM-Achtelfinalspiel gegen die Schweiz, selbst noch einmal die Schuhe schnüren zu können. „Zum ersten Mal im Leben bedauere ich, dass ich seit 100 Jahren nicht mehr spiele, so sehr möchte ich ihnen helfen“, schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. Doch vor dem Kampf um den Einzug ins Viertelfinale zeigte sich der ehemalige „Juve“-Spieler optimistisch: „Das sind großartige Jungs, sie werden sich zu helfen wissen.“

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Piloten, Krankenschwestern, Lokführer - viele Beschäftigte müssen sich wegen ihrer Arbeit am Sonntag (18.00 Uhr) beim Achtelfinalspiel Deutschland-Slowakei einen gemütlichen Fußballabend verkneifen. Besonders hart trifft es dabei die mehreren hundert Beschäftigten der letzten Ruhrgebietszeche Prosper Haniel in Bottrop, die während des Spiels in bis zu 1.200 Metern Tiefe Kohle abbauen. Elektrogeräte mitzunehmen ist unter Tage wegen der Funken- und Explosionsgefahr streng verboten. „Die Kollegen informieren sich per Mund-zu-Mund-Propaganda bei Schichtwechsel“, sagte ein Sprecher des Zechenbetreibers RAG. Bei besonders wichtigen Spielen des DFB-Teams soll es früher auch vereinzelt vorgekommen sein, dass die Zechen-Leitstelle die Kumpel per Sprechfunk über die aktuellen Spielstände informiert hat.

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Die sangesfreudigen Anhänger von Irlands Fußball-Nationalmannschaft sind schon titelreif. Fast täglich taucht im Internet ein neues Video von einer weiteren Charme-Offensive der Iren auf. Sie singen und tanzen für eine Nonne, für eine junge Französin, für ein Baby, sogar für die Polizei und gegnerische Fans. Am Wortspiel der „irren Iren“ kommen viele Medien nicht vorbei. „Das irische Publikum hat die EM schon gewonnen“, schrieb die französische Zeitung „Le Parisien“.

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Seine persönliche Tour de France absolvierte am Freitag ein irischer Journalist. Mit dem Rennrad kam er zur Pressekonferenz von Gegner Frankreich. Und ordentlich durchgeschwitzt. „Mit dem Anstieg hatte ich nicht mehr gerechnet“, berichtete er, nachdem er es ins Centre National du Football geschafft hatte, das etwas oberhalb des Ortskerns von Clairefontaine-en-Yvelines mitten im Wald liegt. Zuvor war er samt Rennrad mit dem Zug von Versailles nach Rambouillet gefahren, um dann die neun Kilometer lange Strecke zur Pressekonferenz in die Pedale zu treten.