Radsport: Großschartner bangt nach Sturz um Rundfahrt-Teilnahme
Wien (APA) - Felix Großschartner hatte keine Chance, den Sturz zu vermeiden. Der 22-Jährige wurde am Samstag bei den Rad-Staatsmeisterschaft...
Wien (APA) - Felix Großschartner hatte keine Chance, den Sturz zu vermeiden. Der 22-Jährige wurde am Samstag bei den Rad-Staatsmeisterschaften im Einzelzeitfahren in Neumarkt/Wallersee als einer der letzten Teilnehmer bei irregulären Bedingungen bei hohem Tempo von einer Windbö erfasst, stürzte 50 Meter weit in ein Feld. Großschartner erlitt Prellungen an der linken Hüfte und einen Bluterguss im Oberschenkel.
Der Oberösterreicher, im Vorjahr Glocknerkönig der Österreich-Rundfahrt, muss nun um ein Antreten bei der am Samstag auf dem Kitzbüheler Horn beginnenden heurigen Auflage bangen. „Ich weiß nicht, ob es sich ausgeht, aber ich werde alles dafür tun“, sagte der Profi des polnischen CCC-Teams am Sonntag der APA - Austria Presse Agentur. Die Schmerzen seien groß, bis Dienstag soll eine Entscheidung über eine Teilnahme an der Ö-Tour fallen. „Denn ich muss trainieren, sonst habe ich keine Chance“, meinte der Marchtrenker.
Die letzten zehn Fahrer hatten bei immer schwierigeren Bedingungen, starkem Regen und Sturmböen antreten müssen. Großschartner war nach guter Zwischenzeit (nur 3 Sekunden hinter dem späteren Sieger Matthias Brändle) voll motiviert, ehe er auf einem Bergab-Stück mit rund 70 km/h in einer leichten Kurve voll von einer Bö erfasst und von der Straße „gefegt“ wurde.
„Wenn es mich da nicht geschmissen hätte, hätte ich bei diesem Wind sicher abgebrochen“, sagte Großschartner. So wie es Titelverteidiger Georg Preidler tat. Für Großschartner waren die Verhältnisse irregulär. „Man hätte einfach absagen müssen.“