Afghanische Armee: US-Luftschlag auf Talibangefängnis tötete Geiseln

Kunduz (APA/dpa) - Bei einem US-Luftangriff auf ein Talibangefängnis in der afghanischen Nordprovinz Kunduz sind auch Gefangene der Islamist...

Kunduz (APA/dpa) - Bei einem US-Luftangriff auf ein Talibangefängnis in der afghanischen Nordprovinz Kunduz sind auch Gefangene der Islamisten ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Brigadekommandant der afghanischen Armee, Mangal Rahat, am Montag.

Eine Drohne habe in der Nacht auf Sonntag Raketen auf das Haus im von Taliban beherrschten Viertel Char Dhara (Tschardara) der Provinzhauptstadt Kunduz abgefeuert. Dabei seien der hochrangige Talibankommandant Mullah Yanat und einige seiner Männer getötet worden. Nach ersten Informationen seien auch wenigstens drei Geiseln der Taliban ums Leben gekommen.

Der Sprecher des Gouverneurspalasts, Hamdullah Danish, sagte allerdings, nicht der Luftschlag, sondern die Taliban hätten die drei Geiseln nach dem Luftschlag getötet.

Ein Sprecher der NATO-Mission Resolute Support und der US-Streitkräfte sagte, eine Stellungnahme sei in Vorbereitung. Pentagon-Sprecher Peter Cook hatte bereits in der Nacht auf Samstag eine Serie von US-Luftangriffen auf die Taliban bestätigt. Präsident Barack Obama hatte den US-Streitkräften vor zwei Wochen erweiterte Befugnisse im Kampf gegen die Taliban gegeben.

Bei einem weiteren, diesmal afghanischen Luftschlag auf dasselbe Viertel in Kunduz am Sonntag sollen laut Verteidigungsministerium ein weiterer Talibankommandant sowie 14 Kämpfer getötet worden sein. In Kunduz war bis Oktober 2013 die Bundeswehr stationiert.


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