Frostschäden - Schadenshöhe im Burgenland noch nicht abschätzbar

Eisenstadt (APA) - Auch im Burgenland hat der Anfang Mai herrschende Frost schwere Schäden im Wein- sowie im Obst- und Gemüseanbau hinterlas...

Eisenstadt (APA) - Auch im Burgenland hat der Anfang Mai herrschende Frost schwere Schäden im Wein- sowie im Obst- und Gemüseanbau hinterlassen. Exakte Zahlen über das Ausmaß werde man jedoch erst zu Jahresende nennen können, gab Agrarlandesrätin Verena Dunst (SPÖ) am Montag bekannt. Auch die Höhe allfälliger Entschädigungszahlungen lasse sich noch nicht beziffern.

Bis 15. September 2016 müssen die jeweiligen Förderansuchen für alle Kulturen - einschließlich Wein - bei der Landwirtschaftskammer gestellt werden. Wie viel betroffene Landwirte erhalten, hänge vor allem von der trotz der Frostschäden noch zu erzielenden Erntemenge und der daraus resultierenden tatsächlichen Schadenshöhe ab, erläuterte Dunst. Im Weinbau werde diese aber erst mit der Erntemeldung feststehen, die bis spätestens 15. November abzugeben ist.

Im Obstbau, wo es keine vergleichbare Erntemeldung gebe, seien schon seit Mai Schätzungskommissionen unterwegs. Parallel dazu habe die von der Agrarreferentenkonferenz einberufene „Task Force Frost“ eine Richtlinie erarbeitet, wie bei existenzbedrohten Härtefällen, die darüber hinaus nicht versichert sind, geholfen werden könne. Diese Richtlinie muss noch durch die EU ratifiziert werden.

„Unsere Agrarproduzenten brauche schnelle und unbürokratische Hilfe“, stellte Dunst fest. Man habe sich darauf verständigt, dass im Obstbau die vollständige Hilfeleistung bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Im Weinbau werde es wegen der späteren Erntemeldung im Februar bzw. März 2017 zur Auszahlung kommen.

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„Es ist höchste Zeit, dass die Burgenländische Landesregierung den frostgeschädigten Bauern hilft“, erklärte ÖVP-Agrarsprecher Walter Temmel in einer Aussendung. Keine andere Berufsgruppe habe sich in den vergangenen Monaten derartig belastenden Herausforderungen stellen müssen wie jene der Bauern. Nun könnten die leidgeplagten Landwirte aufatmen und auf finanzielle Unterstützung von Bund und Land setzen.


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