Babymilch getestet: Vier von zehn Produkten nur durchschnittlich

Wien (APA) - Bei einem Test von Baby-Anfangsmilch des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) ist eines der teureren Produkte als Sieger he...

Wien (APA) - Bei einem Test von Baby-Anfangsmilch des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) ist eines der teureren Produkte als Sieger hervorgegangen. „Gute“ Fertigmilch ist aber auch schon ab etwa 28 Euro pro Monat erhältlich. Insgesamt erzielten sechs von zehn Produkten eine gute Gesamtbewertung, bei vier reichte es nur für „durchschnittlich“.

Wenn Mütter nicht stillen können, ist Fertigmilch die einzige Alternative. Mit den zehn geprüften Erzeugnissen erhalten Babys alle notwendigen und vorgeschriebenen Nährstoffe. „Alle Milchpulver im Test sind ernährungsphysiologisch gut. Das liegt auch daran, dass sie ähnliche Rezepturen haben. Schließlich müssen die Hersteller bei der Produktion strengen gesetzlichen Vorschriften folgen. Art und Anteil von Nährstoffen wie Aminosäuren, Vitaminen oder Fetten werden genau definiert“, berichteten die Konsumentenschützer. Die neuesten wissenschaftlichen Empfehlungen, etwa in Hinblick auf langkettige Fettsäuren, seien von den meisten Herstellern aber noch nicht vollständig umgesetzt.

Gewisse Schadstoffe lassen sich laut VKI derzeit nicht vermeiden, die Menge könne jedoch reduziert werden. Bedenklich seien vor allem Stoffe wie 3-MCPD-Ester, die während der Fettraffination entstehen können. „Mit einem vergleichsweise hohen Wert fiel hier die Babymilch von Hipp auf. In der Anfangsnahrung von dm wiederum wurde ein erhöhter Gehalt an Chlorat festgestellt“, berichteten die Konsumentenschützer. Beide Produkte erzielten daher eine durchschnittliche Gesamtnote.

Gut und gleichzeitig günstig war nur eine Fertigmilch, sie kostet rund 30 Euro im Monat. Für die anderen Pulver mit guter Bewertung müsse man mit Kosten zwischen 60 und 74 Euro rechnen. Wer Milch für ein allergiefährdetes Baby sucht, zahlt für Monatsrationen der beiden besten Produkte 92 bzw. 55 Euro.

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„Jede Muttermilch ist individuell, enthält aber stets notwendige Nähr- und Abwehrstoffe, die sich während der Stillzeit den Bedürfnissen des Babys anpassen“, hielten die Konsumentenschützer fest. „Auch was Allergievorbeugung angeht, ist Muttermilch unschlagbar.“


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