Frau auf Gran Canaria getötet: Österreicher wieder auf freiem Fuß

Die Beiweise gegen den 53-Jährigen seien zu dünn. Er steht aber weiterhin unter Mordverdacht und muss sich vorerst jeden Montag bei den Behörden melden.

Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Wien/Gran Canaria – Im Fall der getöteten Ukrainerin auf Gran Canaria wurde nun der zweite Verdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt. Wie die lokale Tageszeitung „La Provincia“ am Donnerstag berichtete, wurde nach einem Deutschen nun auch der 53-jährige Österreicher am Mittwoch wieder enthaftet. Der Wiener steht allerdings weiterhin unter Mordverdacht und muss sich vorerst jeden Montag bei den Behörden melden.

Zuvor war der deutsche Ex-Mann der getöteten Frau ins Visier der Ermittler geraten. Gegen ihn bestand ein richterlicher Beschluss, dass er sich der Ukrainerin nicht nähern durfte. Er wurde vorübergehend festgenommen, kam jedoch bald wieder frei. Daraufhin stand der Wiener unter Verdacht, für den gewaltsamen Tod der Frau, mit der der 53-Jährige ein Verhältnis gehabt haben soll, verantwortlich zu sein. Die Beweise seien jedoch zu dünn gewesen, um den Österreicher weiter in Haft zu behalten, schreibt „La Provincia“.

Die Leiche der Frau war vor einer Woche von ihrem neuen Freund, einem Italiener, in ihrer Wohnung San Fernando de Maspalomas in der Badewanne liegend aufgefunden worden. Der Körper der 37-Jährigen wies Spuren von Schlägen sowie Würgemale auf. Die Ukrainerin hatte sich zuvor telefonisch nicht gemeldet, deshalb fuhr der Italiener zu dem Apartment. Die Frau ist Mutter eines siebenjährigen Mädchens. (APA)

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