Iranisches Familiendrama „Dokhtar“ gewann Moskauer Filmfestival

Moskau/Teheran (APA/dpa) - Das iranische Familiendrama „Dokhtar“ (Tochter) von Regisseur Reza Mir Karimi hat den Hauptpreis des 38. Internat...

Moskau/Teheran (APA/dpa) - Das iranische Familiendrama „Dokhtar“ (Tochter) von Regisseur Reza Mir Karimi hat den Hauptpreis des 38. Internationalen Filmfestivals in Moskau gewonnen. Das gab die Jury am Donnerstag in der russischen Hauptstadt bekannt. Der Film schildert das schwierige Verhältnis eines konservativen Vaters mit zwei Töchtern in einer iranischen Provinzstadt.

Reza Mir Karimi hatte das Festival bereits 2008 mit „As Simple As That“ gewonnen. „Zweimal komme ich mit Filmen über familiäre Werte nach Moskau - und zweimal gewinne ich“, sagte der 50 Jahre alte Regisseur der Agentur Tass zufolge.

Insgesamt hatten sich zwölf Streifen um die Trophäe des Heiligen Georg beworben, darunter die deutsch-österreichische Koproduktion „Die Mitte der Welt“ von Jakob M. Erwa. In der Jury saß auch die deutsche Filmemacherin Ulrike Ottinger („Johanna d‘Arc of Mongolia“). Als Ehrengäste waren die Regisseure Carlos Saura („Carmen“) und Stephen Frears („Mein wunderbarer Waschsalon“) eingeladen.

Die russische Hauptstadt gehört wie Berlin, Cannes oder Venedig zu den A-Festivals der internationalen Produzentenvereinigung FIAPF. Das vom Staat getragene Kinoereignis wurde 1959 gegründet und wird seit 2000 jährlich organisiert. Festivalchef ist Oscar-Preisträger Nikita Michalkow („Die Sonne, die uns täuscht“, 1995).


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