Pfeffersprayattacke: Bezirksgerichte verschärfen Sicherheitsmaßnahmen

Innsbruck (APA) - Nach einer Pfeffersprayattacke auf eine Richterin im Bezirksgericht Lienz verschärft das Oberlandesgericht (OLG) Innsbruck...

Innsbruck (APA) - Nach einer Pfeffersprayattacke auf eine Richterin im Bezirksgericht Lienz verschärft das Oberlandesgericht (OLG) Innsbruck in seinem Sprengel die Sicherheitsvorkehrungen. Wie in Innsbruck und Feldkirch sollen nun auch an allen anderen Bezirksgerichten an den Amtstagen Einlasskontrollen durchgeführt werden, teilte das OLG am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Die entsprechende Auftragsvergabe sei im Laufen, hieß es. Zudem sollen alle Bezirksgerichte mit einer Videoüberwachungsanlage samt Gegensprechanlage ausgestattet werden. So könne eine Sichtkontrolle durchgeführt werden, ehe der Zutritt gewährt werde.

Die Bezirksgerichte Dornbirn und Feldkirch sind laut OLG Innsbruck bereits seit 2011 mit solchen technischen Einrichtungen ausgestattet. Im ersten Halbjahr 2016 seien Landeck, Imst und Telfs entsprechend ausgerüstet worden, bis Jahresende sollen dann die restlichen folgen (Hall in Tirol, Schwaz, Rattenberg, Zell am Ziller, Lienz, Kufstein, Kitzbühel, Reutte, Silz, Bregenz und Bezau).

Lediglich das Bezirksgericht Bludenz werde erst im Zuge der Aufnahme des Bezirksgerichts Montafon per 1. Juli 2017 entsprechend aufgerüstet. Allerdings finden dort jetzt schon an jedem Vormittag Einlasskontrollen statt.

Vor rund zwei Wochen hatte eine Frau am Bezirksgericht Lienz in Osttirol während des Amtstages eine Richterin mit einem Pfefferspray attackiert. Die Richterin habe sich rechtzeitig schützen können, hatte der Sprecher des Landesgerichts Innsbruck, Andreas Stutter, erklärt. Die Frau war unmittelbar nach der Attacke in Gewahrsam genommen geworden.


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