Proteste gegen geplante Neuwahlen in der Südkaukasusregion Abchasien

Suchumi (APA/dpa) - Bei Protesten gegen geplante Neuwahlen in der von Georgien abtrünnigen Südkaukasusregion Abchasien sind 19 Menschen verl...

Suchumi (APA/dpa) - Bei Protesten gegen geplante Neuwahlen in der von Georgien abtrünnigen Südkaukasusregion Abchasien sind 19 Menschen verletzt worden. Der prorussische Präsident des international nicht anerkannten Gebiets, Raul Chadschimba, warnte die Opposition am Mittwoch vor weiteren Demonstrationen. Moskau zeigte sich beunruhigt. „Wie beobachten die Lage genau“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Der Protest richtet sich vor allem gegen ein Referendum an diesem Sonntag. Mit der Abstimmung will Chadschimba vorgezogene Präsidentenwahlen einleiten. Die Opposition wirft der Führung in der Gebietshauptstadt Suchumi aber vor, ihre Macht damit stärken zu wollen. Hunderte Regierungsgegner waren am Dienstagabend vor das Innenministerium gezogen und hatten den Rücktritt von Minister Leonid Dsapschba gefordert. Es kam zu Rangeleien und Verletzten. Auf Druck der Straße suspendierte Präsident Chadschimba den Innenminister.

Abchasien und das ebenfalls abtrünnige Gebiet Südossetien gehören völkerrechtlich zu Georgien. Russland hatte die Regionen nach einem Krieg mit Georgien 2008 als unabhängige Staaten anerkannt. Als Schutzmacht hat Moskau dort Tausende Soldaten stationiert. US-Außenminister John Kerry kritisierte am Mittwoch bei einem Besuch in Georgien das Vorgehen Russlands in der Region erneut.

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