Brexit- EZB-Vize: Staatshilfen für Banken könnten Stabilität steigern

Frankfurt (APA/Reuters) - EZB-Vize-Chef Vitor Constancio lehnt nach dem Brexit-Votum staatlichen Hilfen für manche Banken nicht pauschal ab....

Frankfurt (APA/Reuters) - EZB-Vize-Chef Vitor Constancio lehnt nach dem Brexit-Votum staatlichen Hilfen für manche Banken nicht pauschal ab. Die gegenwärtige Lage nach der Entscheidung der Briten für einen EU-Ausstieg erfordere tief gehendes Nachdenken, sagte Constancio am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Madrid laut Redetext. Es gehe auch darum, auf ein Versagen mancher Märkte zu reagieren.

Dazu zähle auch eine „kleine öffentliche Unterstützung, um die Stabilität einiger Bankensektoren spürbar zu verbessern,“ sagte der Stellvertreter von EZB-Chef Mario Draghi.

Ohne eine solche Herangehensweise könnten die Banken-Kontrolleure lediglich zeitliche Grenzen für die Abschreibung fauler Kredite vorgeben. „Was realistischerweise mehrere Jahre benötigt, um zu vernünftigen Niveaus zu gelangen.“ Für den Vizechef der Europäischen Zentralbank (EZB) ist auch eine zu groß geratene Bankenlandschaft in manchen Ländern ein Hindernis für bessere Gewinne bei den Instituten. „Es kann dafür argumentiert werden, dass es Raum für eine weitere Konsolidierung gibt,“ sagte Constancio. Mögliche Wege dahin seien Übernahmen und Fusionen, eine Verkleinerung von Geschäftsaktivitäten aber auch eine Abwicklung von Instituten.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA536 2016-07-07/19:33

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