Korruptionsvorwürfe gegen Tschechiens Innenminister

Prag (APA) - Korruptionsvorwürfe machen Tschechiens Innenminister Milan Chovanec zu schaffen. Die Nachrichtenseite „iDnes.cz“ berichtete, Ch...

Prag (APA) - Korruptionsvorwürfe machen Tschechiens Innenminister Milan Chovanec zu schaffen. Die Nachrichtenseite „iDnes.cz“ berichtete, Chovanec habe einem Unternehmer, der sich um lukrative Staatsaufträge bemüht, eine Wohnung im westböhmischen Pilsen (Plzen) um einen auffällig günstigen Preis abgekauft. Der Innenminister wies die Vorwürfe zurück.

Laut der Nachrichtenseite zahlte Chovanec für die 120 Quadratmeter große Wohnung mit einer 30 Meter langen Terrasse und zwei Parkplätzen nur 3,1 Millionen Kronen (rund 120.000 Euro). Immobilienmakler in der Stadt bieten ähnliche Wohnungen um den doppelten Preis an. Der Verkäufer war der Unternehmer Petr Dajbych. Dieser erhielt zum Zeitpunkt des Kaufes vom Innenministerium einen Auftrag im Wert von zehn Millionen Kronen (rund 370.000) Euro, berichteten tschechische Medien am Montag.

Chovanec war früher Pilsener Kreishauptmann war und machte sich zuletzt als Hardliner in der Flüchtlingsfrage einen Namen. In einer Antwort auf die Vorwürfe betonte er, er habe die Wohnung für einen günstigen Preis erhalten, da die Renovierung noch nicht abgeschlossen sei.