Turnen: FIG-Boss Grandi: Saubere Russen in Rio starten lassen
Lausanne (APA/dpa) - Wenige Stunden vor der Veröffentlichung des McLaren-Berichts der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat der Welt-Turnverba...
Lausanne (APA/dpa) - Wenige Stunden vor der Veröffentlichung des McLaren-Berichts der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat der Welt-Turnverband FIG besorgt auf Forderungen zum Komplett-Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen in Rio reagiert. „Wir unterstützen die Null-Toleranz-Politik im Doping. Jedoch sollte nicht allen russischen Athleten die Teilnahme an den Spielen verwehrt werden“, teilte die FIG mit.
Sportler dürften nicht für Vergehen von Athleten anderer Sportarten und Verbänden für schuldig befunden werden. Bevor irgendwelche Maßnahmen gegen Turner unternommen werden, müssten Tatsachen vorgelegt und ein Dopingverschulden nachgewiesen werden.
Russische Turner und Gymnastinnen wurden durch den Weltverband ebenso kontrolliert wie Athleten anderer nationaler Verbände. „Saubere russischen Turner und Turnerinnen müssen daher bei den Spielen antreten dürfen“, forderte die FIG in ihrer Aussendung vom Montag.
„Die Rechte jedes einzelnen Athleten müssen respektiert werden. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist das höchste Ziel von Athleten, die oft ihre ganze Jugend diesem Zweck opfern“, erklärte FIG-Präsident Bruno Grandi. Das Recht, an den Spielen teilnehmen, „kann Athleten nicht gestohlen werden, die sich ordnungsgemäß qualifiziert haben und nicht des Dopings überführt wurden“. Generelle Verbote habe es noch nie gegeben - und werde es nie geben.
Kommentare