Handelsabkommen

US-Außenminister Kerry setzt auf TTIP-Abschluss noch heuer

© POOL

Kerry erklärte bei seinem Besuch des EU-Außenrats in Brüssel, die Menschen müssten besser über TTIP informiert werden.

Brüssel - US-Außenminister John Kerry setzt trotz der Widerstände in Europa auf einen Abschluss des umstrittenen Freihandelsabkommens mit der EU (TTIP) noch im heurigen Jahr. „Ich weiß, es hat einige Bemerkungen gegeben, dass TTIP nicht weiter verhandelt wird und es ein totes Pferd ist. Aber ich muss sagen, wir sehen das anders“.

Kerry erklärte beim EU-Außenrat in Brüssel am Montag, die Menschen müssten besser über TTIP informiert werden. Es gehe um „den Schutz der Arbeitsplätze, reglementarische Rechte, den Schutz von Umwelt. Wenn die Menschen über diese Tatsachen Bescheid wissen, können wir noch weitere Schritte ergreifen“.

Außerdem glaubt Kerry, dass auch angesichts der Brexit-Debatten „TTIP immer wichtiger wird. Damit eröffnet sich ein großer neuer Markt. Das ist auch die Möglichkeit, die negativen Auswirkungen, die sich aus den Austrittsverhandlungen Großbritanniens ergeben, zu bekämpfen.“

In einem historischen Abriss würdigte Kerry die Beziehungen zwischen den USA und Europa. „Was wir nicht vergessen dürfen, wir haben den Faschismus besiegt, damals das größte Übel der Welt“. Dann sei der Kommunismus gefallen, die Demokratien hätten sich immer mehr von Westen nach Osten ausgebreitet. „Wir sind Schulter an Schulter gestanden als wir die ethnischen Säuberungen am Balkan bekämpft haben und es hat den wirtschaftlichen Aufbau nach der sehr schwierigen Finanzkrise gegeben“. (APA)