Doping: NADA fordert Russlands Olympia-Ausschluss

Wien (APA) - Die österreichische Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) verlangt nach der Veröffentlichung des WADA-Berichts zum russischen St...

Wien (APA) - Die österreichische Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) verlangt nach der Veröffentlichung des WADA-Berichts zum russischen Staatsdoping einen Ausschluss Russlands von internationalen Wettbewerben, insbesondere den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro (5. bis 21. August). Das teilte die NADA am Montagnachmittag in einer Aussendung mit.

„Für mich ist vor allem die Beteiligung staatlicher Organe erschütternd. Das ist für jede saubere Sportlerin und für jeden sauberen Sportler, die in ihrem Sportalltag die strengen Vorgaben des WADA-Codes erfüllen, ein Schlag ins Gesicht“, wurde NADA-Geschäftsführer Michael Cepic zitiert.

Die NADA fordert, dass sämtliche Ergebnisse des Berichts eingehend geprüft und entsprechende Schlüsse gezogen werden. Eine nachgewiesene Beteiligung staatlicher Stellen an der Vertuschung von Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen könne „nur einen Ausschluss von internationalen Wettbewerben, insbesondere den Olympischen Spielen Rio 2016, bedeuten“, hieß es in der Aussendung.

Wie in der Leichtathletik bedürfe es nun auch in anderen Sportarten eine Prüfung, welchen Sportlern unabhängig von einer möglichen Suspendierung eine Teilnahme an internationalen Wettkämpfen unter neutraler Flagge ermöglicht werden könne, betonte die NADA abschließend.