Nach Selbstmordanschlag auf Israelis Prozess in Bulgarien

Sofia (APA/dpa) - In Bulgarien läuft das erste Gerichtsverfahren wegen Terrorismus seiner jüngeren Geschichte an. Zwei mutmaßliche Komplizen...

Sofia (APA/dpa) - In Bulgarien läuft das erste Gerichtsverfahren wegen Terrorismus seiner jüngeren Geschichte an. Zwei mutmaßliche Komplizen eines Selbstmordattentäters, der am 18. Juli 2012 am Flughafen der Schwarzmeerstadt Burgas fünf israelische Urlauber und ihren bulgarischen Busfahrer getötet hatte, wurden der Mithilfe angeklagt.

Im Sondergericht in Sofia wurde eine Richterin am Montag nach dem Zufallsprinzip mit dem Verfahren beauftragt.

„Dies wird kein leichter Prozess sein, obwohl er in Abwesenheit der Angeklagten geführt werden soll“, sagte Hauptstaatsanwalt Sotir Zazarow. Er sprach am Rande eines Traueraktes auf dem Parkplatz des Airports Burgas, wo sich vor vier Jahren der Anschlag ereignet hatte.

Beschuldigt werden zwei Libanesen, die auch Bürger Australiens beziehungsweise Kanadas sind. Sie hatten vor vier Jahren Bulgarien ungehindert verlassen können und werden jetzt über Interpol gesucht. Verwandte der israelischen Opfer forderten nach einem Bericht des bulgarischen Staatsradios ihre Festnahme und Verurteilung. Der umgekommene Attentäter war Franzose libanesischer Abstammung. Israel bezichtigt die radikalislamische libanesische Hisbollah, hinter dem Anschlag zu stecken.