Doping: Reaktionen auf WADA-Report zum Staatsdoping in Russland

Wien (APA/sda/Reuters) - Reaktionen von Sportfunktionären auf den WADA-Report zum Staatsdoping in Russland:...

Wien (APA/sda/Reuters) - Reaktionen von Sportfunktionären auf den WADA-Report zum Staatsdoping in Russland:

Thomas Bach (IOC-Präsident): „Die Ergebnisse des Berichts zeigen einen schockierenden und beispiellosen Angriff auf die Integrität des Sports und die Olympischen Spiele. Daher wird das IOC nicht zögern, die härtest möglichen Sanktionen gegen jede beteiligte Person oder Organisation zu ergreifen.“

Philip Craven (Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees IPC): „Wir sind wirklich schockiert, entsetzt und tief betrübt über das Ausmaß der staatlich geförderten Doping-Programms in Russland vor Sotschi 2014. Die Ergebnisse der McLaren-Berichts markieren einen schwarzen Tag für den Sport. Das IPC wird die Ergebnisse im Detail untersuchen und die Auswirkungen auf die paralympische Bewegung prüfen.“

Alfons Hörmann (Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes): „Da es sich offenbar um staatlich gelenkte, systematische Vertuschung von Doping und um Betrug handelt, müssen zweifelsohne entsprechende Sanktionen verhängt werden bis hin zum möglichen Ausschluss weiterer Sportarten oder sogar des gesamten russischen NOKs. Wer die Werte des Sports wie Fair-Play und Chancengleichheit auf diese bewusste Art mit Füssen tritt, muss auf die Strafbank.“

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Sebastian Coe (Präsident des Internationalen Leichtathletikverbandes IAAF): „Das institutionalisierte und systematische Doping in der russischen Leichtathletik war der Grund der IAAF, die Mitgliedschaft der RusAF auszusetzen und aufrechtzuerhalten und für den Ausschluss ihrer Athleten von internationalen Wettbewerben.“

Travis Tygart (Geschäftsführer US-Anti-Doping-Agentur USADA): „Der McLaren-Bericht hat, über jeden begründeten Zweifel hinaus, ein überwältigendes Ausmaß an Korruption innerhalb von Russlands Sport und Regierung aufgezeigt, das direkt auf das Spielfeld selbst reicht. Wir müssen nun als internationale Gemeinschaft zusammenarbeiten - von jenen, die wirklich an den Geist von Olympia glauben - um sicherzugehen, dass dieser noch nie da gewesene Grad an Kriminalität niemals wieder den Sport bedroht, den wir schätzen.“


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