Schwerer Talibanangriff in afghanischer Nordprovinz Kunduz abgewehrt
Kunduz (APA/dpa) - Nach mehr als 15-stündigen Gefechten in der afghanischen Nordprovinz Kunduz haben Sicherheitskräfte einen schweren Taliba...
Kunduz (APA/dpa) - Nach mehr als 15-stündigen Gefechten in der afghanischen Nordprovinz Kunduz haben Sicherheitskräfte einen schweren Talibanangriff auf ein Bezirkszentrum zurückgeschlagen. Das berichtete am Dienstag der Leiter des Bezirks Kala-e Sal, Mahbubullah Saidi. Der Angriff hatte am Montag in der Früh begonnen. Am späteren Abend seien die Taliban aus der Bezirkshauptstadt Akina vertrieben worden.
Unterschiedliche Quellen hatten am Montag von 100 bis 500 Angreifern berichtet. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens acht Talibankämpfer und ein afghanischer Soldat getötet. Viele Zivilisten sind aus der Stadt geflohen. Sicherheitskräfte planen nun einen Gegenoffensive.
Bis Oktober 2003 war die deutsche Bundeswehr in Kunduz stationiert. Im vergangenen Herbst hatten die Taliban die gleichnamige Provinzhauptstadt für zwei Wochen ganz in ihrer Gewalt - ein Schock für die afghanische Regierung wie für die internationalen Sicherheitskräfte. Seit März ist wieder eine kleine Truppe deutscher Berater der NATO-Mission Resolute Support vor Ort. Sie soll helfen, einen erneuten Fall der wichtigen Nordprovinz zu verhindern.
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