Nach Nizza-Anschlag: Rom verschärft Touristen-Kontrollen
Rom (APA) - Nach dem Anschlag in Nizza will Rom die Kontrollen bei den Touristen verschärfen. Die Gemeinde Rom hat Kontakte zur Vermietungsp...
Rom (APA) - Nach dem Anschlag in Nizza will Rom die Kontrollen bei den Touristen verschärfen. Die Gemeinde Rom hat Kontakte zur Vermietungsplattform Airbnb aufgenommen, um strengere Kontrollen der Besucher zu fördern, die in der Ewigen Stadt übernachten.
Die Gemeinde Rom drängt auf Einhaltung eines Gesetzes, das Betreiber von Hotels oder anderen touristischen Infrastrukturen zwingt, nur Gäste aufzunehmen, deren Identität mit Ausweis kontrolliert wurde. Nicht alle Betreiber von Ferienwohnungen in Rom würden sich an diese Regel halten, verlautete aus der Gemeinde Rom.
Die Regierung von Premier Matteo Renzi will unterdessen eine Kommission einrichten, die sich mit dem Phänomen der „Radikalisierung“ in Italiens islamischen Gemeinschaften befassen will. Die unabhängige Kommission, die nicht aus Politikern, sondern aus Experten bestehen soll, wird bis zu vier Monate Zeit haben, um der Regierung einen Bericht vorzulegen. Dieser soll unter anderem Vorschläge zur Bekämpfung der Islam-Radikalisierung enthalten.
Unter anderem sollen Gebetshäuser, die ohne Genehmigungen in vielen italienischen Städten entstanden sind, sowie die Strafanstalten unter die Lupe genommen werden, wo die Gefahr fundamentalistischer Propaganda unter muslimischen Häftlingen laut Experten stark ist.
Die Einrichtung der Kommission wurde beschlossen, nachdem Innenminister Angelino Alfano vergangene Woche Pläne für ein Register für Imame angekündigt hatte, die in Italien predigen. Darauf hatte sich die Regierung mit den Vertretern der größten islamischen Gemeinschaften und Verbände geeinigt. Die islamischen Gemeinschaften sollen Imame drängen, Bildungskurse zum Thema italienische Gesetzgebung und Recht zu besuchen.
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