Standort Tirol

Konkursverfahren über Tiroler Burger-King-Betreiber eröffnet

2016 wurde die Burger-King-Filiale am Innsbrucker Hauptbahnhof zugesperrt. Ob auch in Tirol ein Neustart geplant ist, war vorerst nicht bekannt.
© Thomas Boehm / TT

Rund 50 Mitarbeiter sind von der Pleite der „RHS Systemgastronomie GmbH“ betroffen.

Innsbruck – Knapp zwei Wochen nach der Schließung der vier Tiroler Burger-King-Filialen in Innsbruck, Kufstein und Wörgl ist am Dienstag am Landesgericht Innsbruck ein Konkursverfahren über deren Betreiber eröffnet worden. Von der Pleite der „RHS Systemgastronomie GmbH“ sind laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV) rund 50 Dienstnehmer betroffen.

Über die Insolvenzursachen, Vermögen und Schulden lagen dem KSV am Dienstag noch keine konkreten Angaben vor. Derzeit werde geprüft, welche Gründe zu dieser Insolvenz geführt haben. „Evident“ sei jedenfalls, dass die letzten Bilanzen ein negatives Eigenkapital auswiesen – 2014/2015 waren es 840.000 Euro, 2013/2014 – damals unter dem Namen Schlögl GmbH&Co. KG I – war das Eigenkapital mit 1,6 Mio. Euro negativ. Die finanzielle Situation dürfte also schon jahrelang angespannt gewesen sein. Ob eine Betriebsfortführung möglich ist, werde in den kommenden Wochen vom Insolvenzverwalter geprüft, so der KSV.

Zum Masseverwalter wurde Rechtsanwalt Philip Paumgarten in Kufstein bestellt. Die erste Prüfungs- und Berichtstagsatzung wurde für den 12. September anberaumt.

Burger-King-Mitarbeiter in Tirol hatten mehrmals beklagt, dass Gehälter unregelmäßig überwiesen worden seien. Manche Beschäftigte hatten sich auch an die Arbeiterkammer gewandt. (TT.com, APA)