EU-Mission

Das Ende einer gefährlichen Mission

© Kurt Arbeiter

Ex-Moderator Kurt Arbeiter kehrte vor wenigen Tagen von einem Einsatz aus Zentralafrika zurück.

Innsbruck, Bangui –Die Zentralafrikanische Republik ist ein Hexenkessel, denn es gibt keine staatliche Armee, um für Sicherheit zu sorgen. Schießereien im Moslemviertel der Hauptstadt Bangui, ein Überfall auf einen Hilfskonvoi im Westen des Landes und schwere Zusammenstöße zwischen bewaffneten Gruppen stehen hier am Tagesprogramm. Aus diesem Grund ist die EU-Militärberatermission EUMAM im Frühjahr 2015 ins Land gekommen und machte es sich in den vergangenen fünfzehn Monaten zur Mission, eine Kommandostruktur für die zukünftige Armee aufzubauen. Fast tausend Offiziere wurden von europäischen Militärexperten – da­runter vier Österreicher – auf ihre Führungsaufgaben vorbereitet. Mit dabei als Presseoffizier der Tiroler Kurt Arbeiter – bekannt aus Funk und Fernsehen.

Vergangene Woche wurde die Beratermission EUMAM von der Trainingsmission EUTM abgelöst. Oberstleutnant Georg Dialer war als Einsatzoffizier für die Sicherheit des Kontingents zuständig. „Vor allem bei den Unruhen im Herbst 2015, als die Barrikaden vor unserem Lager in Flammen standen, waren wir voll gefordert“, erinnert er sich. Auch Vizeleutnant Robert Lang ist seinen Aufgaben mit Splitterschutzweste und Helm nachgegangen. Offizierstellvertreter Leopold Schmalzl war für die Fahrzeuge von EUMAM zuständig. Kein leichter Job angesichts der löchrigen Schlammpisten. Für eine Woche musste er allerdings selbst zur Generalüberholung ins Krankenrevier – Malaria war die Diagnose.

So unterschiedlich die Aufgaben der Soldaten auch waren, die ausgezeichnete Dienstbeurteilung durch ihre internationalen Vorgesetzten haben die vier Österreicher gemeinsam. Kurz vor ihrer Rückkehr berieten sie daher über ihre Belohnung, die sie sich zu Hause genehmigen würden. „Mit einer Eszterhazy-Schnitte“, sagten Schmalzl und Arbeiter wie aus einem Munde. „Und vielleicht ein Weizenbier“, fügte Dialer versonnen hinzu. Vorschlag einstimmig angenommen. (TT)