Prozess in NÖ um brutale Raubserie: Nur einer gab Schläge zu
Wiener Neustadt (APA) - Im Prozess um Raubüberfälle auf Hausbewohner hat bisher nur einer der neun Angeklagten in Wiener Neustadt zugegeben,...
Wiener Neustadt (APA) - Im Prozess um Raubüberfälle auf Hausbewohner hat bisher nur einer der neun Angeklagten in Wiener Neustadt zugegeben, ein Opfer geschlagen zu haben. Auf die Frage aus dem Schöffensenat, wer die Frauen in Puchberg (Bezirk Neunkirchen), Reichersberg (Bezirk Ried im Innkreis) und Gänserndorf verletzt hatte, hob hingegen keiner der Beschuldigten die Hand. Am 25. Juli könnte es ein Urteil geben.
Ein 47-jähriger Beschuldigter räumte ein, bei der Tat in Strengberg (Bezirk Amstetten) am 26. August 2015 die Bewohnerin geschlagen zu haben - gemeinsam mit zwei anderen, wie er betonte. Weitere Raubüberfälle wurden laut Anklage mit zwei Mittätern verübt, die abgesondert verfolgt werden. Einer der beiden, der bei einem Überfall der Bande in Strasshof an der Nordbahn (Bezirk Gänserndorf) beteiligt war, wurde demnach in Korneuburg bereits rechtskräftig zu einer Haftstrafe verurteilt.
Ein 53-Jähriger bestritt, bei einem Raubüberfall am 31. August 2015 im oberösterreichischen Reichersberg beteiligt gewesen zu sein, obwohl er von einem Opfer wiedererkannt und von anderen Angeklagten, unter anderem von seinen Brüdern, belastet wurde. Nach einem Einbruch in eine Mostviertler Gärtnerei seien drei der Beschuldigten mit einem Tresor herausgekommen, im Wald wurde der Safe mit einer Brechstange aufgebrochen, berichtete der älteste der rumänischen Angeklagten laut Übersetzung des Dolmetschers. Bis zu seiner Verhaftung sei er Schafhirte gewesen.
Der Prozess wurde auf den 25. Juli vertagt. Für kommenden Montag sind Opfer der Raubüberfälle und Einbrüche als Zeugen geladen. Obwohl die Schöffenverhandlung ursprünglich für vier Tage geplant war, könnte es bereits ein Urteil geben.
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