Kappl steckt 4,6 Millionen in Volksschule

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Von Matthias Reichle...

Von Matthias Reichle

Kappl –„Beim Hochwasser 2005 wurde die Volksschule Sinsen vollkommen zerstört und die zwölf Kinder von dort in die Volksschule Kappl integriert“, erinnert der Bürgermeister Helmut Ladner an die Vorgeschichte. Seit damals quält die Bildungseinrichtung eine Platznot. Seit sechs bis sieben Jahren ist man nun gedanklich dabei, Abhilfe für dieses Problem zu schaffen. Im Zuge der Vorbereitungen zum neuen Dorfzentrum wurde bereits 2007 der neue Standort fixiert. Es galt aber noch zahlreiche Fragen abzuklären, war doch auch die Lage direkt an der Trisanna aufgrund der Naturgefahren keine einfache. Mit dem Spatenstich geht das Großprojekt nun von der Planungs- in die Umsetzungsphase über.

In direkter Nachbarschaft zur Neuen Mittelschule errichtet die Gemeinde Kappl eine neue Volksschule um 4,6 Mio. Euro brutto. Im 7000 Kubikmeter großen umgebauten Raum stecken nicht nur sechs Klassen, ein Kleinturnsaal und zwei Lernlandschaften, sondern auch jede Menge Hirnschmalz.

Dem Projekt ging ein Ideenworkshop mit Architektin Ursula Spannberger voraus, bei dem auch über neue Lernformen diskutiert wurde. Im vergangenen Herbst konnte dann der Architektenwettbewerb abgeschlossen werden, aus dem das Innsbrucker Büro stoll.wagner als Sieger hervorging.

Die verantwortlichen Architekten waren nun ebenso beim Spatenstich anwesend wie Volksschuldirektor Werner Prantauer, die Lehrer, Landtagsvizepräsident Toni Mattle und Bezirkshauptmann Markus Maaß.

Bis Herbst 2017 sollen die Schüler in ihre neue Umgebung übersiedeln. Derzeit sind es rund 80. Die beiden anderen Volksschulen Holdernach mit 29 Kindern und Perpat mit neun Kindern werden nicht aufgelassen, sondern bestehen weiter, versicherte der Bürgermeister. Was mit dem alten Volksschulgebäude passiert, stehe vorerst noch nicht fest. Darüber werde man im nächsten Dreivierteljahr diskutieren.