Olympia: Wie gefährlich ist es in Rio? Und vor allem wo?

Rio de Janeiro (APA/dpa) - Die Olympiastadt Rio de Janeiro wird pauschal als gefährlich und unsicher eingestuft. Barra, der Stadtteil, wo si...

Rio de Janeiro (APA/dpa) - Die Olympiastadt Rio de Janeiro wird pauschal als gefährlich und unsicher eingestuft. Barra, der Stadtteil, wo sich der Olympiapark mit den meisten Sportstätten befindet, gilt als sicher, zudem ist hier viel Polizei und Militär konzentriert. An Stränden wie in Copacabana oder Ipanema ist die Zahl von Überfällen im Vergleich zu früher zurückgegangen.

Die Strände werden nachts erleuchtet, Hunderte Kameras und Polizei sollen helfen, dass wenig passiert. Ebenso beim Olympia-Boulevard am Hafen, der mit Kulturangeboten Hunderttausende Gäste anlocken will.

Als am gefährlichsten gilt derzeit die Nordzone der Stadt - aber hier kommen Olympia-Touristen in der Regel nicht hin. Favelas wie der Complexo do Alemao und Mare sind sehr gefährlich, hier bekämpfen sich Drogenbanden und Polizei. Auch im Stadtzentrum von Rio muss man stark aufpassen. Ebenso im sehenswerten, am Berg gelegenen Boheme-Viertel Santa Teresa, wo in den ersten vier Monaten dieses Jahres schon über 320 Überfälle gezählt wurden. Hier gab es im Mai einen Raubüberfall auf ein Team um den spanischen Segel-Olympiasieger Fernando Echevarri.

85.000 Sicherheitskräfte sind während der am 5. August beginnenden Sommerspiele im Einsatz, besondere Sorge neben der „Alltagskriminalität“ bereitet der islamistische Terrorismus - allerdings ist Südamerika bisher hiervon verschont geblieben. Hier werden rund um Olympiastätten Maßnahmen und Blockaden noch einmal verstärkt, als eine Konsequenz aus dem Lkw-Anschlag von Nizza. Schießereien gibt es meistens in den Favelas, Amnesty International hat die App „Fogo Cruzado“ (Kreuzfeuer) entwickelt - sie soll mit Angaben von Augenzeugen Schusswechsel in der Stadt dokumentieren.