KPÖ trauert um Sigi Maron: „Wird der österreichischen Linken fehlen“

Wien (APA) - Der Tod des Liedermachers Sigi Maron am Montag hinterlässt der KPÖ zufolge „eine tiefe Lücke in der österreichischen Linken“. „...

Wien (APA) - Der Tod des Liedermachers Sigi Maron am Montag hinterlässt der KPÖ zufolge „eine tiefe Lücke in der österreichischen Linken“. „Mit seinen sozialkritischen Liedern hat er Generationen von Linken bestärkt, gegen Fremdenfeindlichkeit, Krieg, Sexismus und Ausbeutung einzutreten“, zeigte sich KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner in einer Aussendung tief betroffen.

Der Musiker und „undogmatische Kommunist“ Maron hatte 1998 und 2003 in Niederösterreich sowie 2013 bei der Nationalratswahl für die KPÖ kandidiert und trat wiederholt am Wiener Volksstimmefest auf. Gerade in „Zeiten der Rechtsentwicklung“ werde die „laute und klare Stimme“ Marons fehlen, so Messner.

Auch Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren, würdigte den Texter von Liedern wie „Leckts mi am Oasch“ und „Ballade von ana hoatn Wochn“ in einer Aussendung. „Er war und ist der ungekrönte König der kritischen Liedermacher, stets direkt, nie zurückhaltend und in allem, was er machte, immer korrekt“, so Ruiss über „einen der ganz Großen der österreichischen Pop-Musik-Kultur“. „Er musizierte und schrieb auf der Seite der Sprach- und Rechtlosen und war trotzdem kein Aktivist in eigener Sache, sondern einer in mit allen gemeinsamen und geteilten Angelegenheiten.“