Santander Consumer Bank prescht bei Sparzinsen vor

Wien (APA) - Seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor jetzt schon fast acht Jahren hat es bei den Sparzinsen praktisch nur eine Richtung gegebe...

Wien (APA) - Seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor jetzt schon fast acht Jahren hat es bei den Sparzinsen praktisch nur eine Richtung gegeben - nämlich nach unten. Nunmehr scheint es aber nicht nur mit der Konjunktur wieder aufwärtszugehen. Als erstes Kreditinstitut, das eine spürbare Erhöhung seiner Sparzinsen angekündigt hat, ist heute, Mittwoch, die Santander Consumer Bank nach vorne geprescht.

Die Österreich-Tochter der spanischen Banco-Santander-Gruppe bietet ab morgen, Donnerstag, neuen Kunden bei einer Mindestveranlagung von 2.500 Euro um 0,2 Prozentpunkte höhere Zinsen bei Festgeldangeboten an als davor. Mit ihren erhöhten Zinssätzen zählt die Bank, die der österreichischen Einlagensicherung angehört, zu den Top 3 der lukrativsten heimischen Anbieter.

Bei Sparzinsen zwischen 0,7 und 1,2 Prozent je nach Bindungsfrist könne man trotz einer Inflationsrate von 0,6 Prozent auch nach Abzug der Kapitalertragssteuer einen realen Vermögensaufbau haben, so Santander-Österreich-Chef Olaf Peter Poenisch, in einer Aussendung der Bank.

Im Vergleich mit den anderen in Österreich tätigen Kreditinstituten bietet die Santander Consumer Bank - ab der Mindestveranlagung von 2.500 Euro - und einer Bindungsfrist von sechs Monaten mit einem Zinssatz von 0,75 Prozent nach der DenizBank mit einem Zinssatz von 0,8 Prozent die beste Anlegeoption. Ebenfalls 0,75 Prozent bekommt man bei der VakifBank. Erst mit Abstand folgen laut AK-Bankenrechner beispielsweise die Hypo Oberösterreich mit 0,15 Prozent, die Erste Bank mit 0,1 Prozent und die Raiffeisenlandesbank NÖ mit 0,01 Prozent. Die minimale Sparsumme ist bei den genannten Instituten aber geringer.

Auch bei der einjährigen Bindungsfrist ist die Santander Consumer Bank mit einem Zinssatz von 0,95 Prozent auf dem zweiten Platz. Wieder liegt die DenizBank laut Bankenrechner mit 1,0 Prozent vorne. Auch in diesem Segment ist der Abstand zu den anderen Banken groß. Die Hypo Tirol bietet etwa 0,5 Prozent und befindet sich damit noch unter den Instituten, die überdurchschnittlich gute Zinsen gewähren. Die Raiffeisenlandesbank Kärnten bietet etwa einen Zinssatz von 0,25 Prozent und die Volksbank Wien von 0,2 Prozent.

Das selbe Szenario zeigt sich auch bei der zweijährigen Bindung. Die DenizBank führt mit dem Spitzenzinssatz von 1,15 Prozent den Vergleich an, Santander und VakifBank teilen sich mit einem Zinssatz von 1,1 Prozent den zweiten Platz. Große österreichische Institute wie die Volksbank Wien bieten deutlich geringere Zinsen, nämlich 0,3 Prozent. 0,25 Prozent bekommt man bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und 0,2 Prozent bei der UniCredit Bank Austria.

Die Banken DenizBank (1,25 Prozent), Santander Consumer Bank (1,2 Prozent) und VafikBank (1,2 Prozent) bieten auch für Kunden, die bereit sind, ihr Geld für drei Jahre zu sperren, die höchsten Sparzinsen. Auch hier können Banken wie die Hypo Niederösterreich mit 0,5 Prozent und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich mit 0,3 Prozent bei den Zinssätzen nicht mithalten.