Tiroler Ex-Banker 3 - Zeuge schilderte Treffen mit Hakl
Innsbruck (APA) - Der als Zeuge geladene Geschäftsleiter der betroffenen Raiffeisenfiliale hat vor Gericht das Treffen mit dem ehemaligen Ge...
Innsbruck (APA) - Der als Zeuge geladene Geschäftsleiter der betroffenen Raiffeisenfiliale hat vor Gericht das Treffen mit dem ehemaligen Generaldirektor Fritz Hakl geschildert, bei dem ihm die Kundenliste für eine Million Euro angeboten worden sei. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass er bedauert, was er mir sagt“, meinte der Zeuge. Hakl sei auf ihn zugegangen und habe ihm von einem Datenleck in der Bank erzählt.
Das Treffen habe rund 15 Minuten gedauert. „Er hat mir gesagt, wenn die Raiffeisenbank nicht eine Million Euro bezahlt, würde ein Steuerberater die Daten an die deutschen Behörden weiter geben“, so der Zeuge. Er habe daraufhin die Situation herunterspielen und ein Einlenken der Beteiligten erwirken wollen, indem er gegenüber Hakl gesagt habe, dass die Daten alt und nicht mehr relevant seien, meinte der Geschäftsleiter. Der ehemalige Generaldirektor sei darauf jedoch nicht eingegangen.
„Ich habe Hakl gefragt, wie er sich das vorstellt, dass eine Bank eine Million Euro zahlen soll“, sagte der Zeuge. Das Gespräch sei daraufhin schnell beendet gewesen. „Er hat dann lediglich noch gemeint, ich solle eine Nacht drüber schlafen, dann würde mir schon etwas einfallen“, erklärte der Zeuge.
Der dritte Angeklagte und ehemalige Mitarbeiter der betroffenen Bankfiliale hatte sich zuvor teilweise schuldig bekannt. Er habe die Liste mitgenommen, weil er sie möglicherweise für seine weitere berufliche Zukunft gebrauchen wollte. Erst später sei ihm die Idee gekommen, dass man damit Geld verdienen könnte. Von dem Plan, die Liste gegen Bezahlung der Bank zurückzugeben, habe er erst im Nachhinein erfahren, so der Drittangeklagte. Ein Urteil wurde für den Abend erwartet.
~ WEB http://www.raiffeisen.at ~ APA460 2016-07-20/17:28
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