Nach Anschlag von Nizza Freiluft-Veranstaltungen in Paris abgesagt

Paris/Nizza (APA/dpa) - Nach dem Anschlag von Nizza hat die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen für öffentliche Veranstaltungen in Paris ver...

Paris/Nizza (APA/dpa) - Nach dem Anschlag von Nizza hat die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen für öffentliche Veranstaltungen in Paris verschärft. Einige Aktionen wie ein Freiluftkino-Festival und die für den 7. August geplante Umwandelung des Prachtboulevards Champs-Elysees in eine Fußgängerzone wurden abgesagt, wie die Polizeipräfektur am Mittwoch mitteilte.

Die am Mittwoch gestartete Sommeraktion „Paris Plages“, bei der ein Teil des Seine-Ufers zum Urlaubsstrand wird, soll besser geschützt werden. Unter anderem wurden Zufahrtsrampen versperrt. In Nizza war ein 31-Jähriger mit einem Lastwagen durch eine Menschenmenge gerast und hatte 84 Menschen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Frankreich ringt um den richtigen Weg im Kampf gegen den Terror. Der Ausnahmezustand wird höchstwahrscheinlich auch im neuen Jahr noch in Kraft sein - doch manchen geht das nicht weit genug. Nach dem Anschlag in Nizza setzt Frankreich weiter auf Sonderrechte für die Behörden im Kampf gegen den Terrorismus. Die Nationalversammlung stimmte am Mittwoch mit großer Mehrheit dafür, den Ausnahmezustand um sechs Monate zu verlängern und teilweise auszuweiten. Er würde damit bis Anfang 2017 in Kraft bleiben. Der Senat musste dem Gesetz noch zustimmen, seine Beratungen begannen am späten Nachmittag.

Innenminister Bernard Cazeneuve versicherte, der Ausnahmezustand könne kein dauerhafter Zustand sein. Die unmittelbare Gefahr rechtfertige aber die Verlängerung, sagte er in einem Interview der Zeitung „Le Monde“.