Trump kommt Cruz schon wieder in die Quere

Cleveland (Ohio)/Washington (APA/AFP) - Vor zweieinhalb Monaten war er gegen Donald Trump in den US-Vorwahlen ausgeschieden - und weiterhin ...

Cleveland (Ohio)/Washington (APA/AFP) - Vor zweieinhalb Monaten war er gegen Donald Trump in den US-Vorwahlen ausgeschieden - und weiterhin muss sich Senator Ted Cruz von dem Immobilienmilliardär übertönen lassen. Am Rande des Parteitags der Republikaner in Cleveland geschah dies sogar buchstäblich. Als Cruz am Mittwoch unter freiem Himmel eine Rede hielt, wurde er plötzlich durch das Dröhnen von Trumps Privatflugzeug unterbrochen.

Er habe in den Vorwahlen 15 Konkurrenten geschlagen, „wir haben bloß nicht 16 geschlagen“, sagte der Senator in seiner Rede. Als er gerade anfangen wollte, über Trumps Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten zu sprechen, wurde er durch das laute Geräusch vom Himmel gestört.

Aus der Menge ertönten Buhrufe, und Finger zeigten auf das Flugzeug. Dass es sich um die Boeing 757 des Immobilienmilliardärs handelte, war an dem riesigen Trump-Logo überdeutlich zu erkennen.

Cruz nahm die Situation mit Humor. „Das war ziemlich gut inszeniert“, sagte er.

Der ultrakonservative Senator hatte sich mit Trump einen erbitterten Wahlkampf geliefert, der auch vor gegenseitigen Beleidigungen nicht zurückscheute. Dennoch wollte Cruz am Mittwochabend (Ortszeit) beim Parteitag als Redner auftreten.

Trump war am Dienstag vom Parteitag mit großer Mehrheit offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert worden. Am Mittwoch traf er zum zweiten Mal bei der Versammlung ein, wo er Donnerstag in seiner ersten Rede als offizieller Präsidentschaftskandidat die Nominierung akzeptieren sollte.

Vorher hatte Trump nur kurz am Montag am Parteitag teilgenommen, um seine Frau Melania als Rednerin vorzustellen.