UniCredit - Vita dementiert Pläne zum Verkauf der türkischen Tochter

Mailand (APA) - UniCredit Verwaltungsratspräsident Giuseppe Vita hat Gerüchte über Pläne der Bank zur Trennung von der türkischen Tochter Ya...

Mailand (APA) - UniCredit Verwaltungsratspräsident Giuseppe Vita hat Gerüchte über Pläne der Bank zur Trennung von der türkischen Tochter Yapi Kredi dementiert. „Unsere Präsenz in der Türkei war seit jeher ein Erfolgsfaktor. Wir haben stets behauptet, dass die Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa für uns strategisch sind“, so Vita im Interview mit der Tageszeitung „La Repubblica“ am Donnerstag.

Yap? Kredi ist 2006 aus der Fusion zwischen der Yap? ve Kredi Bankasi und der Koçbank hervorgegangen, der stärksten und ältesten Finanzinstitute der Türkei. Die Bank-Austria-Mutter UniCredit hält eine 40,9-prozentige Beteiligung an Yapi Kredit Bank mit Sitz in Istanbul. Die türkische Bank hat keine Folgen des Putschversuchs in der Nacht am Samstag zu spüren bekommen.

Vita erklärte, er teile mit dem neuen CEO Jean-Pierre Mustier dieselben Ansichten bezüglich der Strategie der Bank. „Auch Mustier ist überzeugt, dass UniCredit eine europäische Bank mit soliden Wurzeln in Italien ist. Es wäre falsch, auf unseren Status als paneuropäische Bank zu verzichten. Das schafft uns manchmal Probleme, ist aber auch unsere Stärke“, so Vita.

Den Amtsantritt Mustiers begrüßte Vita mit Enthusiasmus. „Mit Mustiers Wahl haben wir mehrere Ziele erreicht. Er ist eine der besten europäischen Banker, er kennt UniCredit bestens und konnte sich sofort an die Arbeit machen“, sagte Vita.

Bis 2018 werde UniCredit im Einklang mit den EZB-Forderung das Bord weiterhin verkleinern, berichtete Vita. Die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder soll von 17 auf 15 sinken. Die Zahl der unabhängigen Boardmitglieder soll die Mehrheit sein, 30 Prozent sollen Frauen sein, berichtete Vita.

~ ISIN IT0004781412 WEB https://www.unicreditgroup.eu ~ APA122 2016-07-21/09:41