Aufstiegs-Streit um Mieders geht in die nächste Runde
Nicht die betroffenen Imster, sondern die Union legte Protest beim ÖFB ein. “Mich stört, dass ein Verein auf diesem Weg aufsteigen will“, sagt Union-Obmann Herbert Lener.
Mieders — Jetzt muss der ÖFB-Senat entscheiden. Der Streit um den am grünen Tisch erstrittenen Aufstieg des SV Mieders (die TT berichtete) in die Bezirksliga West geht in die nächste Runde, denn die Union hat nun beim ÖFB-Senat Protest gegen die Entscheidung des TFV-Strafsenats eingelegt.
Doch was war passiert? In der vorletzten Runde der 1. Klasse West gewann Union II mit 2:0 in Mieders. Bei den Innsbruckern war dabei auch der damals 17-jährige Florian Gattermair aufgelaufen. Einen Spieltag später spielte Gattermair in der ersten Union-Mannschaft in der UPC Tirol Liga. Das ist laut Miederer Interpretation der TFV-Statuten nicht erlaubt.
Nachdem der Tiroler Fußballverband den Protest der Stubaitaler in erster Instanz abgelehnt hatte, wurde ihm in zweiter Instanz doch stattgegeben. Imst II — etatmäßiger Aufsteiger in die Bezirksliga — musste in den sauren Apfel beißen.
Jetzt könnte aber doch wieder alles anders kommen. Aber nicht die betroffenen Imster, sondern die Union legte offiziell Protest beim Österreichischen Fußball Bund ein. Die Innsbrucker — denen ein Protest gar nichts bringt — berufen sich auf die „sportliche Fairness. Mich stört, dass ein Verein auf diesem Weg aufsteigen will", erklärt Union-Obmann Herbert Lener.
Alle Vereine der 1. Klasse West und Bezirksliga West erhielten daraufhin vom Verband ein Schriftstück, in dem darüber informiert wird, dass die Ligenaufteilung vorerst auf Eis liegt. Bis Mitte kommender Woche soll eine Entscheidung fallen. Die Unterhaus-Saison beginnt am 13. August. (t.w.)
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