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Mitten in Wörgl am Strand

Mit dem Stadtstrand im Wörgler Zentrum feiern die Streetworker Jubiläum. Ihr Einsatzgebiet ist vielfältig.

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Patricia Plank und Tobias Muster organisierten den „Stadtstrand“ zum 10-jährigen Bestehen der Achterbahn.
© Spielbichler

Wörgl – Die Zeit des Erwachsenwerdens ist turbulent wie eine Achterbahn – mit Hochs und Tiefs. Wie gut, wenn Jugendlichen bei Problemen kompetente, vertrauenswürdige Ansprechpartner zur Seite stehen. In Wörgl ist das nun seit zehn Jahren mit dem Streetworker-Team der Achterbahn der Fall, das mobile Jugendarbeit in vielerlei Hinsicht leistet und nicht nur zur Stelle ist, wenn der Schuh drückt oder der Hut brennt. Mit dem Projekt „Stadtstrand“ feiert die Einrichtung unter dem Dach des Vereins Komm!unity noch bis Samstag ihr Jubiläum.

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„Wir beraten, begleiten und unterstützen Jugendliche in allen Lebenslagen“, erklären die beiden Jugendbetreuer Patricia Plank und Tobias Muster, die sich im Besonderen auch für Jugend-Freiräume einsetzen und sich als Sprachrohr für die Anliegen und Bedürfnisse junger Menschen sehen. Die Streetworker wurden 2006 von der Stadt beschäftigt und 2012 gemeinsam mit anderen Jugendeinrichtungen in den Verein Komm!unity ausgelagert. Vor dem Achterbahn-Büro in der Josef-Steinbacher-Straße zeigt das Achterbahn-Team gleich ganz praktisch, wie Stadtraum auch vorübergehend jugendfreundlich genützt werden kann. „Einen Stadtstrand auf der Billa-Brache einzurichten, war unsere Traumvorstellung“, erklärt Patricia.

„Den Abschluss bildet am Samstag ein ‚Tag der Sonne‘ mit Workshops über nachhaltige Mobilität und Energieerzeugung sowie abends von 20 bis 22 Uhr ein Livekonzert der Breitenbacher Hip-Hop-Formation Heavy Gunz“, kündigt Tobias Muster an.

Beide Streetworker haben Halbtagsjobs und sind gemeinsam im Einsatz, monatlich kommen so 60 bis 80 Kontakte zustande. Die Themenbandbreite ist dabei groß – sie reicht von Fragen zu Freundschaft und Liebe über Lehrstellen, Wohnungssuche bis hin zu Sucht und Tätersein, beinhaltet aber auch Freizeitaktivitäten. Begleitung Jugendlicher zu Amts- und Gerichtsterminen oder zum AMS gehören ebenso dazu.

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Während der Stadtstrand-Woche laden sie Besucher ein, Wohlfühl-Orte, Treffpunkte, aber auch „Meide-Orte“, an denen sich Jugendliche unwohl fühlen, auf einem Stadtplan zu markieren. „Wir wollen sichtbar machen, wie Wörgl wahrgenommen wird, Bedürfnisse und Wünsche erfahren und diese an entsprechende Stellen weitertragen“, erklärt Patricia.

Und was wünscht sich das Team selbst zum 10. Geburtstag? „Dass die Stadtstrand-Idee auch woanders aufgegriffen wird. Es wäre wunderbar, wenn solche Freiräume im Sommer auch bei anderen Stadtbrachen entstehen würden.“


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